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Der überhebliche Spion Lance Sterling wird aus Versehen zu einer Taube

Animationsfilm : Der junge Spion, der in eine Taube verwandelt wird

✮✮✮ „Spione undercover – Eine wilde Verwandlung“ von Nick Bruno & Troy Quane: Actionreiches Animationsabenteuer.

Sein Name ist Sterling, Lance Sterling. Und er hält sich für den besten Spion der Welt. Schließlich kennt jeder seinen Namen, und beim Geheimdienst wird der Agent wie ein Popstar verehrt. Gutaussehend, cool und souverän erledigt er mit Leichtigkeit einen gefährlichen Auftrag nach dem anderen – bis er in eine Intrige gerät und sich dann auch noch ungewollt in eine Taube verwandelt. Ja, eine Taube. Die Idee garantiert einige Lacher in der animierten Agentenkomödie „Spione Undercover – Eine wilde Verwandlung“.

Bei einem Einsatz in Japan setzt Lance eine Horde Yakuza-Killer außer Gefecht – nicht mit tödlichen Schusswaffen, sondern zu seiner eigenen Überraschung mit Katzenvideos und Glitter. Verantwortlich für diese ungewöhnlichen Waffen ist der junge Tüftler Walter Beckett, der beim Geheimdienst als Außenseiter gilt und mit seinen Erfindungen auch bei Lance auf wenig Begeisterung stößt. Der Spion feuert ihn kurzerhand.

Doch wenig später steht Lances eigene Geheimdienst-Karriere vor dem Ende. Der Agent muss untertauchen und erinnert sich daran, dass Walter ihm von einer neuen Erfindung berichtet hat, die ihn verschwinden lassen kann.

Noch bevor Walter dem in Ungnade gefallenen Agenten erklären kann, wie das mit dem Verschwinden genau funktioniert, trinkt Lance aus Versehen ein Elixier und wird zur Taube – der Auftakt eines skurrilen und mitunter urkomischen Abenteuers.

Viel Zeit zur Eingewöhnung, geschweige denn zum Fliegenlernen, bleibt Lance nicht. Mit Hilfe von Walter macht er sich auf die Jagd nach dem Bösewicht Killian. Der fiese Superschurke mit einer Hightech-Metallkralle als Hand hat ihn ausgetrickst und außerdem noch einen tödlichen Plan ausgeheckt. Er will alle Mitarbeiter des Geheimdienstes auslöschen. Die Suche nach Killian führt das ungewöhnliche Duo von Washington über Mexiko bis nach Italien.

Mit seiner explosiven Action und einigen düsteren Szenen, in denen Menschen ums Leben kommen, ist „Spione Undercover“ für ganz junge Zuschauer zwar nicht geeignet. Visuell aber ist der Film umwerfend: Die Schauplätze – die mexikanische Playa del Carmen, die Kanäle und der Markusplatz von Venedig – sehen fantastisch aus. Die Figuren, vor allem die Vögel, sind toll und witzig animiert. Darüber, dass die banale Rahmenhandlung üblichen Genre-Klischees folgt, kann man deshalb mal hinwegsehen.

USA 2019, 102 Min.; Regie: Nick Bruno, Troy Quane; Buch: Brad Copeland, Lloyd Taylor; Musik: Theodore Shapiro.