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Der Film „Max und die wilde 7“ von Winfried Oelsner ab sofort im Kino

Jetz im Kino : ✮✮✮ Neu: „Max und die wilde 7“ von Winfried Oelsner

Im neuen Kinofilm „Max und die wilde 7“ (★★★) tut sich ein neunjähriger Hobbydetektiv mit drei unkonventionellen Senioren zusammen, um eine Diebstahlserie in deren Altersheim aufzuklären. Das ist spannend und unsentimental erzählt.

„Und jetzt – Zur Sache, Schätzchen!“, stiftet Rentnerin Vera den neunjährigen Max zum Einbruch ins Zimmer der Oberschwester an. Sie befinden sich in einem gehobenen Altersheim auf einer historischen Ritterburg. Vera ist eine frühere Schauspielerin und Bewohnerin des Hauses, Max der Sohn einer Altenpflegerin – und gemeinsam sind sie einem Serieneinbrecher auf der Spur.

Veras Spruch ist kein Zufall: Denn gespielt wird die Diva von Uschi Glas, Hauptdarstellerin der Kultkomödie „Zur Sache, Schätzchen“ aus dem Jahr 1968. Erfrischend, welch selbstironischen Umgang mit der eigenen öffentlich-beruflichen Persona die Schauspielerin Uschi Glas auch hier wieder pflegt. In der Kinderbuchverfilmung ist sie Teil einer Rentnerclique, zu der außer ihr noch Kilian, Professor im Ruhestand, und der frühere Fußballtrainer Horst gehören. Das Drehbuch von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet, entwickelt seine Charaktere liebevoll. Zudem haben die Filmemacher mit der Besetzung einen tollen Coup gelandet: Neben Glas konnten sie Günther Maria Halmer als Kilian und Thomas Thieme als Horst verpflichten. Wie sich die älteren Herrschaften und das Kind nach anfänglichem Misstrauen einander annähern, ist schön unsentimental, mit Ecken und Kanten erzählt. Der Ton ist durchaus rau – wobei Max so manche Einschätzung auch bloß in Form seiner Gedanken äußert. Überhaupt ist Max eine stimmige Figur – und wird von Jona Eisenblätter sehr natürlich gespielt. (D 2020, 87 Min.; der Film läuft jetzt in vielen Kinos der Region)