Abschluss Michelin-Serie : Wohnzimmer-Ambiente und Gutshof-Atmosphäre

Abschluss der Michelin-Serie: Der Landkreis St. Wendel mit Hotellerie Hubertus, Oldenburger Hof und Zum Blauen Fuchs.

Zum Abschluss unserer Michelin-Serie stellen wir drei Häuser aus dem Landkreis St. Wendel vor. Sie gehören zu den Restaurants, die mit dem „Michelin-Teller“ ausgezeichnet sind. Der Teller steht für „eine Küche mit guter Qualität“, genauer gesagt: „Qualitätsprodukte, fachkundig zubereitet: einfach ein gutes Essen!“

In zentraler Lage in Tholey, direkt am Marktplatz, steht eine Institution der saarländischen Gastronomie, die Hotellerie Hubertus. Der Michelin Restaurantführer schreibt: „In dem Haus bei der Benediktinerabtei erwartet Sie ein breites Angebot von regionaler Küche über Pasta bis zum Überraschungs- und Gourmetmenü. Mittags speist man im Wintergarten Palazzo, abends unter dem schönen mächtigen Kreuzgewölbe.“

Inhaber und Küchenchef Josef Hubertus und seine Frau Miriam haben hier am Fuße des Schaumbergs Höhen und Tiefen erlebt. Etliche Jahre leuchtete ein Michelin-Stern über dem familiengeführten Hotel mit Gourmetgastronomie, doch das Kapitel ist abgeschlossen. Heute gibt es im eleganten Restaurant mit dem schönen Kreuzgewölbe und im Wintergarten dieselbe Karte. Hier findet man Klassiker der französisch inspirierten Küche wie Seeteufel und Rotbarbe an Bouchot-Muschel-Soße, Seezunge mit Hummer oder Kalbsmedaillon mit Kalbsbäckchen. Die Hauptgerichte kosten zwischen 13,50 Euro für das Schweineschnitzel mit Champignon-Rahm-Soße bis zu 32,50 Euro für Seezunge mit Hummer. Hubertus hat ein Händchen für auf den Punkt gebratene Produkte und intensive Soßen, das bewies er zuletzt mit rosa gebratenem Rehrücken mit kräftiger Portweinsoße. Außerdem bietet Familie Hubertus Rinderhüftsteaks, Rumpsteaks und Dry-Aged-Rumpsteak an. In der Marktstube Juneperus stehen verschiedene Salate zum Sattessen auf der Karte, dazu saarländische Gerichte wie Lyonerpfanne oder unter dem Kapitel „Gudd gess“ Currywurst mit Pommes, Flammkuchen „klassisch“ oder Königinpastetchen.

Hotellerie Hubertus, Metzer
Str. 1, 66636 Tholey, Tel. (0 68 53)
9 10 30; www.hotellerie-
hubertus.de;

In sieben Autominuten geht es von Tholey über Theley nach Nohfelden-Selbach zum Oldenburger Hof. Über das stolze, unter Denkmalschutz stehende Anwesen direkt an der Landstraße Richtung Bostalsee schreibt der Michelin: „Der gestandene Gasthof ist inzwischen in 10. Generation in Familienhand. Den ländlichen Charme hat man bewahrt, helle warme Töne machen sich gut dazu. Saisonal-bürgerliche Küche von Schnitzel bis Ochsenbacke provençale.“

Seit 2010 leiten Jochen und Charlotte Schneider die Geschicke des Hofguts . Im großen Hof mit Kopfsteinpflaster haben sie eine Terrasse für die warme Jahreszeit eingerichtet. Das elegant-gemütliche Restaurant präsentiert sich mit Holzdielenboden und modernen Farben an Wänden und Decken sehr einladend. Junges, freundliches Personal begrüßt die Gäste, die Speisekarte weckt Vorfreuden. Und die werden nicht enttäuscht. Die Hauptgerichte kosten zwischen 13,50 und 26,50 Euro. Da gibt es frisch zubereitete, leckere Klassiker wie Rahmschnitzel, Original Wiener Schnitzel vom Kalb oder Rumpsteak. Aber auch ein Cordon Bleu mit starkem regionalen Einschlag, wie ihn Jochen Schneider liebt: Das Fleisch ist gefüllt mit gerauchtem Nuss-Schinken vom Wendelinushof in St. Wendel und jungem Illsiter Käse vom Hirztaler Hof in Illingen-Hirzweiler. Neben regionalen gibt es auch mediterrane Einflüsse, die Maispoulardenbrust wird mit Tomatensugo, Gnocchi und Oliventapenade serviert, zum Kabeljaufilet gesellen sich Thymian-Risotto, Mandeln und Chorizo. Auch Freunde vegetarischer Gerichte kommen hier auf ihre Kosten, zum Beispiel mit Blumenkohlravioli, Spitzkohl, Grapefruit und Curry-Sauce. Darauf muss man erst mal kommen!

Oldenburger Hof, Birkenfelder Str. 1, 66625 Nohfelden-Selbach,
Tel. (0 68 75) 8 01; www.oldenburgerhof-selbach.de.

Von Selbach über Neunkirchen/Nahe sind wir in gut zehn Minuten im Restaurant Zum Blauen Fuchs in Steinberg-Deckenhardt, das zur Gemeinde Oberthal gehört. Hier sind seit 1984 Olaf und Christiane Bank am Werk, haben sich im Laufe der Jahre mit moderner, gehobener Küche und einem guten Weinangebot eine treue Stammkundschaft erobert.

In ihrem kleinen, liebevoll eingerichteten Restaurant mit maximal 24 Plätzen sitzt man wie in einem Wohnzimmer, genießt zum Beispiel mittwochs und donnerstags das „Klein und Fein Menü“ mit vier Gängen für 39,50 Euro. An den übrigen Tagen gibt es ein Land-Menü, ebenfalls mit vier Gängen, für 58 und ein Feinschmecker-Menü für 92 Euro.

Olaf Bank mischt in seinen Gerichten Produkte aus vieler Herren Länder, zum Iberico-Schweinerücken (Spanien) gibt es Fregola Sarda (sardische Nudeln) und Steinpilzsauce; zum Tatar vom Schwertfisch (aus dem Meer) werden Wintersalat, eingelegte Gurke und Wasabi (Japan) gereicht. Und den Skrei (arktischer Winterkabeljau) begleiten Linsencreme und Trüffelgnocchi. Auch im Blauen Fuchs werden Vegetarier fündig, für sie wird ein individuelles Menü zusammengestellt. Und Gesellschaften ab 20 und bis 42 Personen können das ganze Restaurant buchen.

Rosa gebratener Rehrücken von der Hotellerie Hubertus in Tholey; Blick ins Restaurant Zum Blauen Fuchs in Steinberg-Deckenhardt. Foto: Thomas Reinhardt
Foto: Thomas Reinhardt

Restaurant Zum Blauen Fuchs, .Walhausener Str. 1, 66649 Oberthal, Tel. (0 68 52) 67 40; www.zumblauenfuchs.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung