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Das Saarlandmuseum zeigt bis 31. Januar Fotografien von Boris Becker

Fotograf Boris Becker : Relikte aus der Kriegsvergangenheit

Im Saarbrücker Saarlandmuseum sind Werke des Fotografen Boris Becker zu sehen.

Noch bis 31. Januar 2021 zeigt das Saarlandmuseum in der Modernen Galerie in Saarbrücken in zwei Teilen die Ausstellung „Boris Becker – Hochbunker. Photographien von Architekturen und Artefakten.“ Becker, geboren 1961 in Köln, ist ein deutscher Fotograf, Filmemacher und ehemaliger Verleger. Er ist der Sohn des Schriftstellers Jürgen Becker.

Mit seinem Werk zählt er zur Düsseldorfer Photoschule. Motive seiner Arbeiten sind meistens Konstruktionen und Details aus Architekturen und Landschaften. Von 1984 bis 1990 schuf er die Reihe „Hochbunker“, die in der Ausstellung des Saarlandmuseums ausführlich vorgestellt wird. Beckers erste Bunker-Bilder entstanden, noch bevor er bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie zu studieren begann. Nun hat der Künstler sein Archiv der Aufnahmen ausführlich gesichtet und aus gegenwärtiger Perspektive reflektiert.

Die heute noch zahlreich vorzufindenden Bunkergebäude aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen für Boris Becker seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn eine wichtige Rolle und boten ihm Anlass zur Erarbeitung der ersten umfangreichen Serie innerhalb seines Werkes. Als Relikte der Vergangenheit scheinen die Bauten ihrer ursprünglichen Funktion beraubt. Sie wurden vielfach in eine neue Nutzung überführt. Dennoch ist ihr Verweis in die Geschichte stets vorhanden.

Becker lotet die Bauformen mittels Schwarz-Weiß-Fotografie sowie auch in Farbe aus, betrachtet sie in ihrem oft städtebaulichen Umfeld und bildet Oberflächen-Strukturen und vorgefundene Details ab.

Der erste Teil der über 190 Exponate umfassenden Ausstellung wird bis Oktober gezeigt. Der zweite Teil ist ab 27. Oktober bis 31. Januar zu sehen.

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