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Steuererklärung
Jetzt an seine Steuererklärung für 2017 denken

Den Überblick über die wichtigsten Fristen für die Steuererklärung behalten.
Den Überblick über die wichtigsten Fristen für die Steuererklärung behalten. FOTO: Fotolia / igorkol_ter - stock.adobe.com
Wer sich noch nicht um seine Steuererklärung für 2017 gekümmert hat, sollte nun langsam ans Werk gehen. sho

Im Regelfall sind bezüglich des Kalenderjahres 2017 die Erklärungen zur Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer sowie zur gesonderten oder zur gesonderten und einheitlichen Feststellung bis zum folgenden Stichtag abzugeben: Donnerstag, 31. Mai 2018. Eine Ausnahme gilt für die Umsatzsteuererklärung, sofern die gewerbliche oder berufliche Tätigkeit mit dem Ablauf des 31. Dezember 2017 endete. Wurde die gewerbliche oder berufliche Tätigkeit vor dem 31. Dezember 2017 beendet, muss die Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr einen Monat nach Beendigung der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit abgegeben werden. Eine weitere Ausnahme bilden Steuerpflichtige, die ihren Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln. Für sie endet die Frist nicht vor Ablauf des fünften Monats, der auf das Ende des Wirtschaftsjahres 2017/18 folgt.



Dies sind die grundsätzlichen Fristen. Es sind allerdings auch Fristverlängerungen möglich. Dies betrifft durch Personen, Gesellschaften, Verbände, Vereinigungen, Behörden oder Körperschaften im Sinne der §§ 3 und 4 StBerG angefertigte Steuererklärungen – also beispielsweise durch den Steuerberater Ihres Vertrauens. In diesem Fall wird die Frist zur Einreichung der Steuererklärung vorbehalltlich § 109 AO Abs, 2 AO allgemein bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. In begründeten Einzelfällen kann bezüglich der Steuererklärung sogar bis zum 28. Februar 2019 eine Fristverlängerung beantragt werden. Bei einer Gewinnermittlung aus Land- und Forstwirtschaft im Rahmen eines vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahres ist eine Fristverlängerung bis zum 31. Mai 2019 möglich – in begründeten Einzelfällen sogar nochmals bis zum 31. Juli 2019.

Finanzämter dürfen Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anfordern. Dies betrifft unter anderem den Fall, wenn für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum die erforderlichen Erklärungen verspätet oder überhaupt nicht abgegeben wurden.

Ähnlich sieht es aus, wenn für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum kurz vor Abgabe der Erklärung oder dem Ende der Karenzzeit nachträgliche Vorauszahlungen festgesetzt wurden. Weitere Fälle sind: Aus der Veranlagung davor ergibt sich eine hohe Abschlusszahlung; es wird nun eine hohe Abschlusszahlung erwartet; für Beteiligte an Gesellschaften und Gemeinschaften sind Verluste festzustellen oder es erfordert einfach die Arbeitslage der Finanzämter.  

Wer die für seine Steuererklärung vorgesehene Frist nicht einhält, riskiert die Zahlung von Zwangsgeldern und Verspätungszuschlägen.



Wird eine Frist verpasst, wird zunächst ein Zwangsgeld angedroht und festgesetzt. Führt auch diese Maßnahme nicht zum gewünschten Erfolg, kann eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen angekündigt und durchgeführt werden. Wird dagegen Einspruch eingelegt, kann die Finanzverwaltung von einer Fristsetzung Gebrauch machen. Dabei werden Erklärungen und Beweismittel, die erst nach Fristablauf vorgelegt werden, nicht berücksichtigt. Unabhängig davon besteht auch jederzeit die Möglichkeit eines Verspätungszuschlags. ⇥sho