Umgang mit Wildtieren: Wolf im Wald: Verhaltensregeln für Spaziergänger

Umgang mit Wildtieren : Wolf im Wald: Verhaltensregeln für Spaziergänger

Bei einem Waldspaziergang auf einen Wolf zu treffen, ist unwahrscheinlich und kein Grund für Hysterie. Es gelten die allgemeinen Grundregeln für den Umgang mit Wildtieren, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Das bedeutet konkret: Spaziergänger sollten Abstand halten, den Tieren nicht hinterherlaufen, sie nicht füttern und Jungtiere keinesfalls anfassen. Zudem sollten Menschen niemals die Behausungen oder Wurfhöhlen der Tiere aufsuchen. Dieselben Verhaltensgrundsätze seien beispielsweise auch gegenüber Wildschweinen zu beachten.

Von Wildschweinen gehe durch ihre Wehrhaftigkeit und große Anzahl schon allein statistisch gesehen eine größere Gefahr aus als von Wölfen. Der Wald werde durch die Rückkehr des Wolfes nicht gefährlicher.

Wölfe ziehen sich im Normalfall zurück, wenn sie auf Menschen treffen. Dafür sollte man ihnen bei einer Begegnung genügend Raum lassen. Wer sich unwohl fühlt, könne sich aufrichten und groß machen. Mit lautem Rufen und Klatschen lassen sich die Tiere meist verscheuchen, erklären die Naturschützer.

Wer einen Wolf beobachtet hat, sollte das an die zuständige Wolfsberatung oder Behörde im Landratsamt melden und soweit möglich aus der Distanz ein Bild von dem Tier machen. Das helfe den Behörden bei der Dokumentation, so der Nabu. Die zuständigen Ansprechpartner für das Wolfsmanagement in den Bundesländern sind im Internet unter
www.dbb-wolf.de zu finden.

Gesunde Wölfe, die nicht provoziert oder angefüttert wurden, stellen für den Menschen in der Regel keine Gefahr dar, erklären die Naturschützer. Seit dem Jahr 2000 gebe es wieder Wölfe in Deutschland und es habe bis heute keine Situation gegeben, bei der freilebende Tiere aggressiv gegenüber Menschen gewesen seien.

(dpa)
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