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Wer Urlaub online bucht, sollte auf die Details achten

Urlaub : Das müssen Verbraucher bei Buchungsportalen beachten

Im Internet können Urlauber oftmals Reise-Schnäppchen finden. Wer online seine Unterkunft sucht, sollte aber nicht nur den Preis bestimmen lassen.

Mit wenigen Klicks zeigen Buchungsportale im Internet eine große Auswahl an Unterkünften an – vom Zimmer in Paris zum Ferienhaus auf Mallorca. Bei der Suche sollten Verbraucher nicht allein den Preis entscheiden lassen, sondern auf Details achten, rät das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (evz).

Eine wichtige Frage sei, unter welchen Bedingungen Kunden eine gebuchte Unterkunft stornieren können. Auch die Ausstattung, Check-in-Zeiten und die Entfernung zu Sehenswürdigkeiten können laut Verbraucherzentrum wichtige Kriterien sein. Nutzer sollten die Filtereinstellungen der Portale entsprechend anpassen. Nicht immer sei das oberste Ergebnis im Ranking auch das günstigste und passendste Angebot.

Verbraucher sollten zudem auf Zusatzkosten wie Servicegebühren achten. Diese erhöhen laut Verbraucherzentrum den Endpreis und erschweren so den Vergleich der Angebote. Es sei überdies ratsam, dass Nutzer auf mehreren Vergleichsportalen nach Angeboten für das gewünschte Hotel suchen. Denn die Preise können sich bei einzelnen Portalen unterscheiden, erklären die Verbraucherschützer.

Die angezeigten Ergebnisse könnten zudem je nach genutztem Gerät und Browser variieren – es lohne sich daher, den Browserverlauf zu löschen und auf dem Tablet, PC oder Smartphone das Angebot erneut aufzurufen, um zu sehen, ob sich der Preis ändert.

Bei ihrer Entscheidung sollten sich Verbraucher nicht unter Druck setzen lassen – weder von scheinbar limitierten Angeboten noch von übertriebenem Lob, raten die Verbraucherschützer. Bewertungen könnten gefälscht oder veraltet sein. Hilfreich seien dagegen aktuelle Videos und Fotos, die Gäste selbst aufgenommen haben. Außerdem sollten sich Urlauber einzelne Einträge durchlesen. Unter Umständen kritisieren Urlauber Aspekte, die einem selbst unwichtig seien.

Vor der endgültigen Buchung, sollten Urlauber ein Bildschirmfoto als Beleg anfertigen. Komme nach der Buchung keine Bestätigung per Mail, sollten Verbraucher den Vorgang nicht sofort wiederholen. Ist sie nach längerer Zeit – auch im Spam-Ordner – nicht angekommen, rät das Verbraucherzentrum sich telefonisch mit dem Reiseportal in Verbindung zu setzen.

Die Zahlung sollte nur über das Portal am besten per Lastschrift, Paypal oder Kreditkarte erfolgen, raten die Verbraucherschützer. Bei Problemen könne man sich an den Betreiber der Buchungsplattform wenden. Wer Reiseleistungen online bucht, habe kein Widerrufsrecht.

(dpa)