Was alles in die Reiseapotheke gehört

Im Urlaub versorgt : Die wichtigsten Medikamente auf Reisen

  Medikamente gegen bestimmte Erkrankungen gehören in jede Reiseapotheke. Dazu gehören Mittel gegen Durchfall, Reiseübelkeit, Verstopfung, Erkältung, Halsweh und Schnupfen.

Zur Apotheke gehören auch Mittel gegen Fieber und Schmerzen sowie Verbandsmaterial, Pflaster, Desinfektionsmittel und Blasenpflaster. Das erklärt Mathias Arnold, Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Ganz wichtig sei auch der Sonnenschutz. „Für Kinder sollte er lieber etwas höher sein, also Lichtschutzfaktor 50 haben“, rät Arnold. Je nach Reiseziel und Aktivität variiert die Extra-Ausstattung: Taucher brauchen etwa Ohrentropfen. „Gerade bei Reisen in tropische Gebiete sollten Reisende auch ein Fieberthermometer einpacken“, erklärt Arnold. Die meisten Tropenkrankheiten machten sich mit Fieber bemerkbar.

Bestimmte Wirkstoffe und Arzneimittel sind für manche Reiseziele ungeeignet: Zäpfchen etwa schmelzen bei Hitze. Schmerzmittel mit ASS (Acetylsalicylsäure) seien in den Tropen nicht empfehlenswert, weil es eine blutverdünnende Wirkung hat. „Das kann gerade bei Tropenkrankheiten gefährlich sein. Deshalb besser Paracetamol oder Ibuprofen verwenden“, rät Arnold.

Der Apotheker rät zudem, die Medikamente in der Originalpackung mitzunehmen und den Namen des Wirkstoffes aufzuschreiben. „Zum Teil sind die Produktnamen der Medikamente im Ausland unbekannt“, erklärt er. Ein Arzt sollte die Notwendigkeit der Einnahme bestätigen. Dann gebe es am Zoll weniger Probleme. Das Auswärtige Amt gibt Hinweise, was Urlauber ins Zielland einführen dürfen.

Wer dauerhaft Medikamente einnehmen muss, sollte auf jeden Fall genügend davon einpacken – etwa ein Drittel mehr, als Urlauber für die Reise benötigen. „Denn es kann zu Verzögerungen etwa beim Flug kommen und die Reise länger dauern als gedacht“, sagt Arnold.

Mehr von Saarbrücker Zeitung