Amtsgericht München: Versicherung kommt nicht für überfahrenes Reisegepäck auf

Amtsgericht München : Versicherung kommt nicht für überfahrenes Reisegepäck auf

Wird das Reisegepäck während eines Urlaubs von einem Auto überfahren, muss die Versicherung dafür nicht bezahlen. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az.: 111 C 12296/18).

Eine Frau hatte von ihrer Reiseversicherung Geld für überrollte Gepäckstücke verlangt. Sie hatte angegeben, ihr Reisebegleiter habe die Taschen am Tag der Abreise aus dem türkischen Antalya aus Versehen überfahren. Dadurch sein insgesamt ein Schaden von 3760 Euro entstanden.

Bei dem Unfall seien ein Kleidersack im Wert von 2500 Euro, eine Aktentasche im Wert von 500 Euro und das Geschenk eines bereits verstorbenen Onkels, ein Füller im Wert von 760 Euro zerstört worden.

Das Gericht wies die Klage ab und entschied, dass die Versicherung nicht zahlen muss. Das Gepäck sei weder durch eine Straftat noch durch einen Unfall oder „Feuer- oder Elementarereignisse“ zu Schaden gekommen. Daher liege kein Versicherungsfall vor. Die Klägerin hat ihre Berufung gegen das Urteil nach Gerichtsangaben zurückgenommen. Die Entscheidung der Richter ist damit rechtskräftig.

(dpa)
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