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Ufo-Alarm auf Rügen

Ufo-Alarm auf Rügen

Kilometerlanger Sandstrand, Kiefernwälder und weißgetünchte Villen ziehen jedes Jahr hunderttausende Besucher ins Ostseebad Binz. Wer sich für Architektur interessiert, findet auf Rügen mehr als schnörkelreiche Bäderarchitektur.

Das Gebäude am Strand von Binz mutet extravagant an: eine weiße Schalenkonstruktion mit großen Fensterfronten, die einen beeindruckenden Ausblick auf die Ostsee bieten. Das war auch nötig, da es sich bei dem futuristischen Gebäude um einen Rettungsturm handelt. Erbaut wurde er 1981. Mittlerweile lädt er als Außenstelle des Standesamtes zum Jawort am Meer ein. Der Entwurf für das weiße Ufo stammt vom Binzer Architekten Ulrich Müther , dessen Betonbauten weltweit Beachtung fanden.

Die meisten Architekturinteressierten kommen allerdings aus anderen Gründen in das Ostseebad. Sie lockt die Bäderarchitektur, in der sich heute noch der Charme der Jahrhundertwende spiegelt. Mit dem Streben vieler Menschen "zurück zur Natur" kam auch die Sommerfrische an der Ostsee in Mode. In Binz entstanden Hotels, Kurhäuser, Promenaden und eine Seebrücke. Wer es sich leisten konnte, ließ sich eine Villa bauen. Die Architektur war geprägt von Jugendstilelementen: Giebel, Türmchen, Schnitzwerk und Veranden. Die weiß getünchten Fassaden machten aus dem Ostseebad eine weiße Perle. Binz trägt daher den Beinamen "Nizza des Nordens".

Über fünf Kilometer und bis zu 50 Meter breit erstreckt sich der Sandstrand von Binz zwischen Promenade und Meer. Wer dem Strand in Richtung Norden folgt, trifft auf ein weiteres sehenswertes Bauwerk: das Seebad Prora. Es gilt mit seinen acht auf einer Länge von etwa 4,5 Kilometern entlang der Küste aneinander gereihten baugleichen Häuserblocks als längstes Gebäude der Welt. Geplant wurde der Gebäudekomplex von der nationalsozialistischen Organisation Kraft durch Freude (KdF). Die breite Bevölkerung sollte hier preisgünstig Urlaub machen. Bis 1939 wurde nach den Plänen des Architekten Clemens Klotz gebaut, Hitler selbst ordnete noch einige Modifikationen an. Doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Arbeiten eingestellt.

Zu DDR-Zeiten sollte der Koloss von Prora zu einer Kasernenanlage werden. Heute befindet hier eine Jugendherberge, doch viele der Blocks sind immer noch unvollendet. In Reiseführern wird von dem Bau erzählt, er sei wie die Chinesische Mauer aus dem Weltraum sichtbar.

Wir verlosen heute vier Übernachtungen für zwei Personen im Doppelzimmer des Vier-Sterne-Hotels Rugard Strandhotel in Binz . Im Gewinn enthalten sind Frühstücks- undHalbpensions-Buffet sowie die Nutzung der Badelandschaft mit Schwimmbad auf Salzwasserbasis, Saunen und Dampfbädern.

Sie wollen gewinnen? Dann beantworten Sie an unserem Reiserätseltelefon einfach folgende Frage: Welchen Beinamen verdankt Binz seiner ortsprägenden Bäderarchitektur?

Die Reise nach Nordbrabant hat Romy Steinlechner aus Tholey gewonnen.

Weitere Infos: First Class Rugard Strandhotel Binz , Hotel Arkona Dr. Hutter e.K., Strandpromenade 62, 18609 Binz / Rügen , Tel. (03 8) 3 93 56 0.

rugard-strandhotel.de

ostseebad-binz.de

Zum Thema:

Gewinn-Hotline (01 37) 9 37 11 37 10Liebe Rätselfreunde! Wenn Sie das Lösungswort unserer heutigen Rätselfrage wissen, dann rufen Sie einfach die Gewinn-Hotline der Saarbrücker Zeitung unter Tel.: (01 37) 9 37 11 37 10 an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Die Leitungen unseres Rätseltelefons sind von Samstag, null Uhr, bis Dienstag, 24 Uhr, für Sie offen. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem deutschen Festnetz. Viel Glück!