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Reiseratgeber
So buchen Urlauber Flugreisen sicher und günstig

 Bei Reisen nur mit Handgepäck unterscheiden sich die Bestimmungen der verschiedenen Fluglinien stark.
Bei Reisen nur mit Handgepäck unterscheiden sich die Bestimmungen der verschiedenen Fluglinien stark. FOTO: dpa-tmn / Frank Rumpenhorst
Potsdam. Wer ein paar Tipps beherzigt, entgeht Gebührenfallen beim Gepäck und vermindert das Risiko, von der Pleite einer Fluggesellschaft betroffen zu sein. Von dpa

Fluglinien-Pleiten, unübersichtliche Tarife, versteckte Kosten für Gepäck: Wer heutzutage einen Flug bucht, kann ganz schön viel falsch machen. Im schlimmsten Fall fällt der gesamte Urlaub ins Wasser. Doch auch horrende Extragebühren für einen Koffer können die Laune empfindlich trüben. Worauf Reisende bei der Buchung einer Flugreise achten müssen – eine Checkliste:


Pauschalpaket oder Einzelbuchung?



Geht bei einer Pauschalreise die Fluggesellschaft pleite, kümmert sich der Reiseveranstalter für den Urlauber um eine alternative Beförderung – ohne Aufpreis. Wer den Flug zum Beispiel auf der Website der Fluglinie einzeln bucht, hält nach einer Insolvenz ein oft wertloses Ticket in der Hand und bekommt sein Geld nicht zurück. „Wer Sicherheit möchte, ist bei der Pauschalreise besser aufgehoben“, sagt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Denn: „Die Veranstalter müssen einen anderen Leistungsträger finden“, so die Juristin.

Vergleichsportal oder Webseite der Fluglinie?

Wer einen Flug ohne Veranstalterpaket sucht, steht vor der Frage: Wo buchen? Vergleichsportale und Flugsuchmaschinen im Internet bieten den Vorteil, dass sich die Fluggesellschaften und Preise gut vergleichen lassen. Trotzdem raten die Stiftung Warentest und Verbraucherschützerin Fischer-Volk dazu, Flüge stets direkt auf der Website der Fluglinie zu buchen. Ein weiterer Tipp: Urlauber könnten zuerst auf Portalen prüfen, welche Airlines auf der gesuchten Route günstig fliegen – und dann bei der Fluggesellschaft buchen.

Ist das Aufgabegepäck inklusive?

Die meisten Passagiere buchen ein einfaches Economy-Flugticket. Doch heute gliedern sich die Tarife innerhalb dieser Buchungsklasse oft in drei verschiedene Varianten und die enthaltenen Leistungen unterscheiden sich. Bei Angeboten, die Economy Light oder Economy Basic heißen, handelt es sich in der Regel um den günstigsten Tarif. Nur das Handgepäck ist inklusive, Aufgabegepäck und die Reservierung eines Sitzplatzes kosten extra.

Wer den Economy-Volltarif gewählt hat, muss sich keine weiteren Gedanken machen, der große Koffer fliegt ohne weitere Kosten mit. Doch es geht auch anders: den günstigen Light-Tarif buchen und gleich das Gepäck gegen Aufpreis hinzubuchen. Das kann vor allem bei kürzeren Entfernungen günstiger sein als der Standardtarif. Anders sieht es auf Langstreckenflügen aus. Wer hier den Koffer extra dazu bucht, zahlt kräftig drauf: In der Regel werden zwischen 40 und 70 Euro fällig – pro Strecke. Das hat die Zeitschrift „Reise & Preise“ ermittelt. Fazit: Flugtarife nur mit Handgepäck lohnen sich auf der Langstrecke eher nicht. Wichtig: Wer den Light-Tarif wählt, sollte das Extragepäck gegen Aufpreis bereits bei der Buchung des Tickets hinzufügen.

Wie groß ist das Handgepäck?

Wer nur mit Handgepäck fliegt, muss ebenfalls aufpassen. Die Bedingungen der Airlines für die Mitnahme von Trolleys, Taschen und Rucksäcken in der Kabine sind unterschiedlich. Während die meisten Premium-Linien ein großes Handgepäckstück sowie eine kleine Tasche erlauben, ist zum Beispiel bei Easyjet nur ein Handgepäckstück kostenlos. Einen größeren Trolley müssen Passagiere gegen Gebühr aufgeben. Noch radikaler ist Ryanair: Die Iren erlauben ohne Aufpreis nur eine kleine Tasche, die unter den Vordersitz passt.