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Smartphone kann im Urlaub zur Kostenfalle werden

Roaming-Gebühren : Smartphone kann im Urlaub zur Kostenfalle werden

Für 76 Prozent der Urlauber ist das Smartphone ein unverzichtbarer Reisebegleiter. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Der Digitalverband warnt:  Wenn Urlauber nicht aufpassen, kann das Gerät im Ausland hohe Kosten verursachen.

Innerhalb der EU kosteten Datenverbindungen dasselbe wie in Deutschland, erklärt Bitkom. Teuer wird es vor allem bei Reisen außerhalb der Union. Ein Drittel der Urlauber nutze kostenlose WLAN-Verbindungen in Hotels oder Cafés, um die böse Überraschung auf der Handyrechnung nach dem Urlaub zu vermeiden. 24 Prozent der Touristen buchten schon vor der Abreise Datentarife fürs Ausland beim eigenen Mobilfunkanbieter. Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, die zusätzlichen Kosten in Kauf zu nehmen und weitere vier Prozent sagten, sie kaufen sich eine SIM-Karte des Ziellandes.

Bitkom empfiehlt, im Ausland sogenanntes Daten-Roaming zu vermeiden. Das geht, indem Handynutzer die entsprechende Option des Smartphones deaktivieren, wenn sie auf mobile Datenverbindungen verzichten können. Zudem rät der Digitalverband, vor Auslandsaufenthalten den eigenen Vertrag zu prüfen. Das gelte auch wenn das Reiseziel innerhalb der EU liegt, da es je nach Tarif trotz einer Flatrate Einschränkungen geben könne.

Auch in einigen Nachbarländern der EU müssten Urlauber aufpassen, denn beispielsweise gehört die Schweiz nicht zur Europäischen Union, daher gelte laut Bitkom dort die EU-Romaning-Verordnung nicht, die 2017 in Kraft getreten ist, nicht. Deshalb rät der Verband zu Datenpässen der Mobilfunkanbieter für das jeweilige Zielland.

Auch in Flugzeugen und auf Kreuzfahrtschiffen sollten Touristen auf die Kosten achten, denn auch bei Reisen innerhalb der EU, könne eine Datenverbindung teuer werden, „wenn es sich etwa um ein eigenes Netz über Satellit handelt“, so Bitkom.