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Piloten müssen pünktlich an Bord sein

Piloten müssen pünktlich an Bord sein

Bei Winterwetter muss eine Fluggesellschaft Ersatzpersonal vorhalten, um witterungsbedingte Probleme zu lösen. Verspätet sich eine Maschine deutlich, weil ein Besatzungsmitglied fehlt, steht Kunden eine Ausgleichszahlung zu.

Die Fluggesellschaft kann in diesem Fall keine "außergewöhnlichen Umstände" geltend machen. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az.: 32 C 1488/13 41), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht berichtet.

In dem verhandelten Fall verlangte der Kläger von der Gesellschaft 600 Euro Entschädigung wegen eines verspäteten Fluges. Die Verzögerung war darauf zurückzuführen, dass der Co-Pilot nicht rechtzeitig an Bord war. Die Fluggesellschaft argumentierte, aufgrund des Schnees hätten außerordentliche Umstände vorgelegen. Dem schloss sich das Gericht nicht an: Eine Fluggesellschaft habe alle Mittel auszuschöpfen, um einen Flug wie geplant durchzuführen.