Pauschalflieger erhalten ab der fünften Stunde Verspätung Geld zurück

Ab der fünften Stunde : Auch Pauschalflieger erhalten bei Verspätung Geld

Wer länger als fünf Stunden auf die Abreise warten oder den Flughafen wechseln muss, kann nachträglich den Preis mindern.

Wenn sich ein Flug deutlich verschiebt, können Pauschalurlauber zumindest einen geringen Geldbetrag zurückverlangen. Die Verschiebung eines Flugs um bis zu vier Stunden sei nach aktueller Rechtslage zwar hinzunehmen, erklärt die Zeitschrift „Finanztest“. Ab der fünften Stunde liege jedoch ein Reisemangel vor. Gleiches gelte, wenn sich der Abflughafen ändere.

Ab der fünften Verspätungsstunde sei pro angefangener Stunde ein Nachlass von fünf Prozent des Tagesreisepreises angemessen. Bei einer 14-tägigen Reise für 1400 Euro und einer Verspätung um zehn Stunden seien das 30 Euro, rechnet die Zeitschrift vor.

In jedem Fall müsse der Veranstalter den Urlauber über die Änderung der Flugzeit informieren, etwa per Brief oder E-Mail. Urlauber, die den Preis mindern wollen, müssten innerhalb der in dem Schreiben des Veranstalters angegebenen Frist antworten. Dabei sei es für Betroffene wichtig, zu erklären, dass sie an der ursprünglichen Zeit festhalten möchten und sich andernfalls vorbehalten, für die Reise weniger zu zahlen.

Laut „Finanztest“ gibt es noch eine zweite Möglichkeit: Wer die neuen Flugzeiten nicht akzeptieren möchte, kann vom Reisevertrag zurücktreten. Dies sei dem Veranstalter ebenfalls schnell mitzuteilen. Schweige der Urlauber, akzeptiere er damit die Änderungen.

Verspäte sich die Ankunft am Urlaubsort wegen eines geänderten Fluges um mehr als drei Stunden, stehe Reisenden außerdem eine Entschädigung von der Fluggesellschaft nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung zu. Dies gelte, wenn die Änderung der Flugzeit nicht mindestens 14 Tage vor Abflug mitgeteilt wurde.

(dpa)
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