Mit sanften Klängen zur Erholung

Mit sanften Klängen zur Erholung

Wanderwege mit 25 Klanginstallationen, Naturschutzgebiete und Hochebenen mit schöner Alpenflora – die Talschaft Toggenburg im Schweizer Kanton St. Gallen bietet Wanderfreunden eine große Auswahl an Touren. Auch Kulturliebhaber kommen auf ihre Kosten.

Ein Zaun aus Metallflöten, ein Zugspecht, der seine Trommelwirbel klopft - auf dem Klangweg Toggenburg kann jeder zum Komponisten werden. Hier, am Fuße des Churfirsten-Massivs im Schweizer Kanton St. Gallen, zählt die Strecke mit 25 Klanginstallationen zu den beliebtesten Wandertouren. Seit Kurzem können kleine Wanderer auf einem "Heulvelo" Klänge erradeln und an der Station "Löckler" lädt ein Röhrenglockenspiel dazu ein, ein Volkslied zu spielen. Aber Achtung: Ein Löckler ist ein Lied, mit dem die Kühe zum Melken angelockt werden. Und auch deren Glocken erklingen - mal nah, mal fern. Ein besonderes Erlebnis ist die "Klangkulinarische Abendwanderung". Dabei bespielen die Teilnehmer die Instrumente, lauschen Geschichten und singen selbst.

Wanderer auf dem Klangweg genießen auch die Aussicht, die das Toggenburg bietet. Die höchste Erhebung der Talschaft, zu der das Thurtal und das Neckertal zählen, ist der 2502 Meter hohe Säntis im Alpenstein-Massiv. Auch die Gebirgskette des Churfirsten, das Wahrzeichen der Region, sorgt für imposante Panoramen. Beide Gebirge gehören zu den Appenzeller Alpen. Mit abwechslungsreichen Touren wartet der Toggenburger Höhenweg auf. Die 87 Kilometer lange Strecke von Wildhaus bis Wil kann in bis zu sechs Etappen aufgeteilt werden. Zu sehen gibt es Hochmoore, Naturschutzgebiete und Hochebenen.

Eine Herausforderung für Gipfelstürmer ist der 1950 Meter hohe Speer. Rund sieben Stunden müssen für die Tour auf den höchsten Nagelfluhberg Europas eingeplant werden. Das Gestein eines Nagelfluhberges besteht mindestens zu 50 Prozent aus gerundetem Kies oder Geröll. Im Allgemeinen wird dies als Konglomerat bezeichnet, im nördlichen Alpenvorland aber als Nagelfluh.

Als Schlechtwetteralternative bietet sich ein Museumsbesuch an, etwa in der Erlebniswelt Toggenburg , wo auf einer Fläche von 500 Quadratmetern 13 Modellzüge auf 1300 Metern Gleise fahren. In Fredy's Mechanischem Musikmuseum sind historische Musikapparate von 1780 bis 1946 zu sehen, unter anderem Drehorgeln, Spieldosen mit Walzen und Lochplatten, Vogelstimmen und Orchestrions, die ein ganzes Orchester imitieren. Weitere Sammlungen präsentieren Sehenswertes aus der Welt der Feuerwehr oder zeigen Schreibmaschinen und Werkzeuge - oftmals sind es nur kleine Ausstellungshäuser, aber alle wurden mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Das gilt auch für die Stadt- und Heimatmuseen, die unter anderem über die Traditionen im Toggenburg informieren.

Viele von ihnen sind heute noch Teil der Alltagskultur oder auch Anlass für große Volksfeste. Dazu zählt das Schwägalp-Schwinget am 16. August. 90 Athleten messen sich dabei in dem Schweizer Nationalsport Schwingen, einer Variante des Ringens, die auf Sägemehl ausgeübt wird. Gelebtes Brauchtum ist auch die Viehschau Nesslau. Am 7. Oktober wird die schönste von über 1000 Kühen gesucht. Es ist die größte Viehschau der Ostschweiz und für manchen vielleicht auch die Gelegenheit, um den Löckler vom Klangweg auf seine Wirkung zu testen.

Wir verlosen heute vier Übernachtungen inklusive Halbpension für zwei Personen im Hotel Hirschen Wildhaus.

Sie wollen gewinnen? Dann beantworten Sie an unserem Reiserätseltelefon einfach folgende Frage: Wie heißt die Gebirgskette, die als Wahrzeichen der Region Toggenburg gilt?

Die Reise nach Travemünde hat Otto-Walter Martin aus Homburg gewonnen.

Weitere Infos zur Unterkunft: Hotel Hirschen Wildhaus, Passhöhe, CH-9658 Wildhaus, Tel.: (00 41) 7 19 98 54, E-Mail: info@hirschen-wildhaus.ch

hirschen-wildhaus.ch

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