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Luxuszelte für Camping-Muffel

Essen. „Glamping“ ist Campen für Zeltmuffel. Das Wort setzt sich aus Glamour und Camping zusammen. Bei der Übernachtung im bunten Zirkuswagen oder gemütlichen Schlaf-Fass geht es etwas luxuriöser zu. Der Blick in die Natur bleibt. dpa-Mitarbeiterin Andrea Löbbecke

Campen im Zirkuswagen, im Schlaf-Fass oder in der Safari-Lodge: Um neue Kundenkreise zu erschließen, setzen Campingplätze in Deutschland zunehmend auf ungewöhnliche Übernachtungsangebote abseits von Zelt und Wohnwagen. Beim sogenannten Glamping (Zusammengesetzt aus Glamour und Camping) darf es auch gerne etwas glamouröser zugehen. "Es gibt einen Trend zu ungewöhnlichen Wohnformen", sagt Tourismusexperte Hartmut Rein.

Auf dem Markt sind neben Zirkuswagen auch Baumhäuser, Bau- oder Schäferwagen. Campingplätze mit solchen Angeboten seien etwa für Familien oder Gruppen interessant, so Rein. Der Professor von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung im brandenburgischen Eberswalde macht sich auch für mehr Farbe bei Wohnwagen stark. Diese müssten nicht immer weiß sein, so Rein.

Glamping ist nach den Erfahrungen des Deutschen Camping-Clubs (DCC) inzwischen bereits mehr als eine Nische. "Menschen, die bisher von Camping nichts wissen wollten, werden Berührungsängste genommen", sagt DCC-Sprecherin Viktoria Groß. Es gebe allerdings schon lange Campingplätze auch für anspruchsvolle Gäste, etwa mit eigenem Thermalwasser-Schwimmbad oder biologisch geklärten Badeseen. Eine Übernachtung im voll ausgestatteten Bauwagen werde unter anderem am Ruhr-Radweg in Essen angeboten. Günter Springer von "Naturwagen & Lodges" liefert seine Zirkuswagen, Naturlodges und Safarizelte nicht nur an Campingplätze , sondern auch an National- und Ferienparks oder Privatkunden.

"Zielgruppe für die Übernachtung sind Leute, die das Besondere suchen und einen naturnahen Urlaub machen wollen", sagt er. Im Zirkuswagen sind neben vier Betten auch eine kleine Küchenzeile, Bad und Esstisch untergebracht.

Etwas enger, aber ebenso gemütlich ist es in den Schlaf-Fässern des Herstellers Finkota, die unter anderem auf dem Campingplatz Rissbach in Traben-Trarbach an der Mosel oder auf dem Platz "Via Claudia" von Felicitas Weeber im bayerischen Lechbruck am See stehen. Typische Übernachtungsgäste seien Radfahrer, Wanderer oder Sportgruppen.