Friert das Flugzeug ein, muss die Fluglinie zahlen

Friert das Flugzeug ein, muss die Fluglinie zahlen

Kann ein Flugzeug wegen fehlenden Enteisungsmittels nicht starten, steht den Passagieren eine Ausgleichszahlung zu. Die Fluglinie kann sich nicht damit herausreden, dass es sich dabei um einen außergewöhnlichen Umstand handelt und dass für das Enteisungsmittel der Flughafenbetreiber verantwortlich ist.

Das hat das Landgericht Köln entschieden (Az.: 11 S 241/12), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht.

In dem verhandelten Fall hatte der Kläger für sich und seinen Sohn einen Flug von Berlin-Schönefeld nach München gebucht. Dieser wurde jedoch annulliert, da das Enteisungsmittel ausgegangen war. Angesichts von Schnee und Eis konnte die Maschine nicht starten.

Das Gericht sprach dem Kläger die Ausgleichszahlung zu. Um einen außergewöhnlichen Umstand handele es sich nur bei Risiken, die nicht von der Fluglinie beherrscht werden können, beispielsweise ein massives Unwetter oder ein Streik. Auch dass der Flughafenbetreiber für die Enteisung zuständig war, entlaste die Fluggesellschaft nicht. Denn diese beauftrage den Flughafenbetreiber dazu.