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Ein Paradies für Feinschmecker

Ein Paradies für Feinschmecker

Parmaschinken, Parmesan, Salami, Dutzende Nudelsorten, Trüffeln und spritziger Lambrusco – Parma ist ein Paradies für Genießer, die in den „Musei del Cibo“ alles über die Spezialitäten der Region erfahren.

Wer auf Diät ist, sollte einen Riesenbogen um Parma machen. Ein Bummel durch die Altstadtgassen der Genussmetropole der Emilia Romagna gleicht einem Slalom durch die Feinkostabteilung eines Edel-Kaufhauses. Jedes einzelne "Prodotto tipico" preisen die Händler leidenschaftlich und mit Detailkenntnis an, als hätten sie Jahre lang als Führer in einem der Spezialitäten-Museen rund um Parma gearbeitet. Und davon gibt es einige.

Nordwestlich von Parma liegt in Soragna das Parmesan-Museum, südlich befinden sich das Salami-Museum in Felino und das bei Touristen beliebte Parmaschinken-Museum in Langhirano. Komplettiert wird die museale Aufbereitung der norditalienischen Spezialitäten vom Tomaten-Museum in Collecchio südwestlich von Parma . Jedes der Museen ist nur eine kurze Autofahrt von der Stadt entfernt. Neben den Zutaten und Produktionsprozessen wird auch die Geschichte der Parmaschinken-, Parmesan und Salami-Herstellung mit Hilfe historischer Fotos und Werbeplakate vermittelt.

"Auch wenn die Produkte heute in modernen Betrieben hergestellt werden, haben sie sich eigentlich nicht verändert", betont Gianfranco Renzo, der in einem von Parmas Feinkostläden hinter der Theke steht. Im Schaufenster seines Geschäfts stapeln sich pralle Parmesanlaibe, unter der Decke hängen ganze Parmaschinken und Salamis. In einer kleinen Vitrine präsentiert Renzo während der Saison die edlen Trüffeln aus der Region. Den "Tartufo di Fragno" findet man von September bis zum Frühjahr in den Ausläufern des Apennin, der bis fast an Parma heranreicht. In den Hügeln rund um Parma werden zum Teil hervorragende Weine angebaut - vor allem der für die Region typische Lambrusco . Mit den in manchen Discountern verramschten Billig-Lambruscos haben sie wenig zu tun.

Wie gut die feine Variante des Perlweins zu Klassikern wie Anolini in Brodo oder Tortelli mit Butter und Parmesan passt, beweisen auch Natalia und Angelo Cammarata im La Forchetta. Das Paar führt wenige Schritte von Dom und Baptisterium entfernt eine der typischen Trattorien in der Altstadt. Der Koch Angelo Cammarata interpretiert die traditionelle Küche der Region modern, ohne jedoch auf die Lieblingsgerichte der Einheimischen zu verzichten. Dazu zählt der "Zampone", ein mit Hackfleisch gefüllter Schweinefuß. "Der ist köstlich, aber nicht jedermanns Sache", räumt Renzo ein - anders als Parmas Welterfolg: der Parmaschinken.

Zum Thema:

Auf einen BlickInformationen zu einem Aufenthalt in Parma bietet das Fremdenverkehrsamt Emilia-Romagna, Piazzale Federico Fellini 3, 47 921 Rimini. dpaemiliaromagna-turismo.it/de