Die besten Preise handeln Hotelkunden oftmals allein aus

Die besten Preise handeln Hotelkunden oftmals allein aus

Hotelgäste können in vielen Fällen bei einer direkten Buchung im Hotel günstigere Preise als auf den einschlägigen Internetportalen aushandeln. Denn jeder Hotelier kann seine Preise für Unterkunft und Verpflegung frei gestalten.

Darauf weist Tobias Warnecke vom Hotelverband Deutschland (IHA) hin. Selbst wenn das Hotel auf einem Online-Portal einen bestimmten Preis angibt, kann es Gästen mündlich oder telefonisch ein besseres Angebot machen. Der Kunde könne also im Hotel anrufen und nach einem Zimmer mit Seeblick fragen oder einen Preisabschlag verhandeln.

Solche Absprachen träfen einige Hotels nur im direkten Kontakt mit dem Gast, also zum Beispiel mündlich vor Ort, per Telefon, Brief oder E-Mail.

Zuletzt standen die Absprachen der Hotels mit diversen Online-Portalen wie HRS und Booking.com in der Kritik. Der Hotelverband Deutschland hatte gegen die sogenannten Bestpreisklauseln geklagt. Mit Bestpreisklauseln wollten sich Internetportale von Hoteliers im Gegenzug für ihre Vermarktungsleistung zusichern lassen , dass diese ihre Zimmer nirgendwo günstiger anbieten. Sie wollten damit ausschließen, dass Verbraucher bei Konkurrenten oder bei Direktbuchungen in den teilnehmenden Hotels auf günstigere Angebote stoßen. Nun hat das Bundeskartellamt entschieden: Die Bestpreisklauseln sind unzulässig. Die Behörde rechnet in der Folge mit mehr Wettbewerb.

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