Besuch im Gläsernen Wald

Besuch im Gläsernen Wald

Sie schimmern bunt im Tageslicht und werden bei Nacht stimmungsvoll angestrahlt. Die Bäume des Gläsernen Waldes zählen zu den Sehenswürdigkeiten der Glasstraße. Diese thematisiert auf 250 Kilometern die Tradition der Glaskunst im Bayerischen Wald.

Das Gebirge im Nordosten des Bayerischen Waldes durchzieht ein gewaltiger, 150 Kilometer langer Riss. Der am Quarzgestein leicht zu erkennende geologische Bruch verläuft beinahe schnurgerade durch den Fels. Der sogenannte Pfahl, im Volksmund auch Teufelsmauer genannt, ist eine Besonderheit. Denn üblicherweise besteht eine solche Bruchlinie aus dunklem Granit und nicht, wie hier, aus weißem Quarzgestein. Bei Viechtach ist das Gebilde besonders eindrucksvoll zu sehen.

Am höchsten Punkt des Pfahls steht die Burgruine Weißenstein im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Regen. Das imposante Bauwerk wurde im Jahr 1100 erbaut. Brand, Zerstörung - wechselhaft war die Geschichte der Burg bis 1742, danach wurde sie dem Verfall preisgegeben. Erst in den 90er-Jahren kam sie in den Besitz der Stadt Regen, die sie sanierte und für Besucher öffnete.

Touristen staunen vor allem über den 2000 Quadratmeter großen Gläsernen Wald am Fuß der Burgruine. Der Künstler Rudolf Schmid hat hier Bäume aus acht Millimeter dickem, grün und blau schimmerndem Flachglas gefertigt. Bis zu acht Meter hoch sind die konstruierten Tannen, Fichten und Espen. Tagsüber glänzen sie bei Sonnenschein und werden abends von Bodenflutern in Szene gesetzt.

Das Kunstprojekt ist eines der Sehenswürdigkeiten auf der Glasstraße, die auf 250 Kilometer die mehr als 700-jährige Tradition der Glasherstellung und Glaskunst im Bayerischen Wald thematisiert. Auch die Gläsernen Gärten von Frauenau zählen dazu. Der Ort wird als gläsernes Herz des Bayerischen Waldes bezeichnet. Das dortige Glasmuseum informiert nicht nur über die Glasherstellung, sondern zeigt Glaskunst in ihrer ganzen Vielfalt. Auf dem Museumsgelände steht unter anderem ein gläserner Skulpturenpark, der auf einem drei Kilometer langen Rundgang Werke internationaler Künstler zeigt.

Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten im Bayerischen Wald zählen zudem das Museumsdorf am Dreiburgensee, das Waldmuseum in Zwiesel und das Freilichtmuseum in Finsterau. Auch das Silber- und Flussspat-Bergwerk "Fürstenzeche" in Lam und die Burgruine Rundig, die ehemals größte Burganlage der Region, sind sehenswerte Orte.

Doch es ist vor allem die Natur, die den Bayerischen Wald zum beliebten Urlaubsziel macht. Mit 6000 Quadratkilometern bildet er die größte Waldlandschaft Mitteleuropas. Zwischen Donau, Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze erstreckt sich das Mittelgebirge, das von großen Wäldern und mächtigen Bergrücken geprägt ist. Wanderer treffen auf ein 300 Kilometer langes Wegenetz.

In Neuschönau lädt zudem der weltweit längste Baumwipfelpfad zu einem Spaziergang der besonderen Art ein. Die überwiegend aus Holz bestehende Konstruktion wurde in den Bergmischwald integriert und ist auch für Senioren und Rollstuhlfahrer geeignet. Der 1300 Meter lange Steg endet auf der Plattform eines 44 Meter hohen Aussichtsturmes, der einen weiten Ausblick auf den Bayerischen Wald bietet. Mehr als 130 Berggipfel sind von hier aus zu sehen.

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Die Reise nach Limburg hat Ilse Luxa aus Neunkirchen gewonnen.

Weitere Informationen: Bucher Last Minute, Tel.: (02 34) 96 10 35 94.

bucher-reisen.de

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