Bei technischem Defekt muss Fluglinie für Verspätung zahlen

Bei technischem Defekt muss Fluglinie für Verspätung zahlen

Muss ein Flug wegen technischer Probleme gestrichen werden und kommt es deshalb zu einer massiven Verspätung, steht Passagieren eine Ausgleichszahlung zu. Das hat das Amtsgericht Frankfurt entschieden (Az.

: 30 C 1848/12 (47)), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht.

In dem verhandelten Fall wollten die Kläger von Frankfurt am Main über Abu Dhabi nach Bangkok reisen. Nach planmäßigem Start wurde der Flug wegen eines technischen Defekts am Triebwerk unterbrochen. Die Maschine kehrte nach Frankfurt zurück. Die Kläger wurden auf einen späteren Flug umgebucht, mit der Folge, dass sie ihren Anschlussflug nicht erreichten. Sie forderten deshalb 600 Euro Ausgleichszahlung.

Das Gericht gab den Klägern Recht. Technische Defekte , wie sie beim Betrieb eines Flugzeugs gelegentlich auftreten können, seien kein außergewöhnlicher Umstand. Anders wäre die Lage nach Auffassung des Amtsgerichts gewesen, wenn nicht nur dieses eine Flugzeug den Fehler aufgewiesen hätte, sondern der überwiegende Teil des Fabrikats betroffen wäre.

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