Bald gelten Steuererhöhungen auf Flugtickets aber nicht für Frühbucher

Frühbucher profitieren : Wer früh bucht, kann Steuererhöhung vermeiden

() Ab April 2020 wird das Fliegen für deutsche Urlauber teurer: Dann tritt eine Steuererhöhung für Flugtickets in Kraft. Sie gilt für alle Flüge, auch wenn diese schon vorher gebucht und bezahlt worden sind.

Frühbucher, die ihren Pauschalurlaub zu Ostern oder im Sommer schon vor dem 1. April gebucht haben, müssen allerdings nicht draufzahlen. Die Mehrkosten in Höhe von 28,5 Millionen Euro übernehmen laut Deutschem Reiseverband (DRV) die Veranstalter, die sie in der Regel nicht an die Kunden weitergegeben würden. „Das Pauschalreiserecht erlaubt nachträgliche Preiserhöhungen aus bestimmten Gründen, aber nur wenn dies in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgeschrieben ist“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Bei den meisten Veranstaltern sei eine nachträgliche Preiserhöhung damit nicht möglich.

Die Steuern auf Flugtickets steigen zum April 2020, da Fliegen besonders klimaschädlich ist. Die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten wird um mehr als fünf Euro auf 13,03 Euro pro Ticket, für längere Flüge bis 6000 Kilometer um knapp zehn Euro auf 33,01 Euro angehoben. Bei über 6000 Kilometern sollen 59,43 Euro fällig werden, etwa 18 Euro mehr.

(dpa)