Auch bei Verfrühung erhalten Flugpassagiere eine Ausgleichszahlung

Auch bei Verfrühung erhalten Flugpassagiere eine Ausgleichszahlung

Muss ein Urlauber deutlich früher als vorgesehen mit einem anderen Flug nach Hause zurückkehren, kommt dies einer Annullierung des ursprünglichen Fluges gleich. Dem Passagier steht dann eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht zu.

Das entschied das Amtsgericht Düsseldorf (Az.: 231 C 1544/14). Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht .

In dem Fall wollte die Klägerin von Fuerteventura nach Düsseldorf fliegen. Das Reiseunternehmen beförderte sie neun Stunden früher in einer anderen Maschine - es handele sich um eine "Verfrühung", so die Argumentation. Eine Entschädigung sei in einem solchen Fall nicht rechtens. Das Gericht sah das anders.

In dem Fall seien alle Voraussetzungen einer Annullierung gegeben. Der ursprüngliche Flug sei aufgegeben worden, stattdessen wurde die Klägerin mit einer anderen fest eingeplanten Maschinen befördert. Maßgeblich ist, dass der stattfindende Flug ein anderer als der ausgefallene Flug gewesen ist. Zudem war die Frau weniger als zwei Wochen vor Abflug über die Planänderung informiert worden.

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