Anschlussflug verpasst: Fluggesellschaft muss zahlen

Anschlussflug verpasst: Fluggesellschaft muss zahlen

Wenn ein Passagier einen Anschlussflug verpasst, weil sich der Zubringer verspätet, muss die Fluggesellschaft des ersten Fluges in diesem Fall eine Entschädigung zahlen - und zwar auch dann, wenn der Weiterflug bei einer anderen Fluglinie gebucht war, entschied das Landgericht Berlin in einem Berufungsverfahren (Az.: 57 S 18/14).In dem verhandelten Fall hatten die Kläger die Fluggesellschaft ihres Zubringers auf eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht verklagt.

Sie hatten ihren Anschlussflug verpasst und waren so erst mit 25 Stunden Verspätung am Ziel eingetroffen. Ab drei Stunden Verspätung steht Passagieren nach EU-Recht eine Entschädigung zu. Die erste Fluglinie war zwar für den zweiten Flug nicht verantwortlich - aber durchaus für die Gesamtverspätung der Flugreise. Das Landgericht Berlin weicht hier von anderen Urteilen ab, die Zubringer von der Zahlung befreiten, wenn diese den Anschlussflug nicht organisiert hatten.

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