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Radfahrer verlässt den Radweg – Nun muss er bei Unfall mithaften

Radfahrer verlässt den Radweg – Nun muss er bei Unfall mithaften

Wenn ein Radweg vorhanden ist, dann sollten Radfahrer ihn auch nutzen. Ansonsten müssen sie bei einem Unfall mit in die Haftung.

Frankfurt. Ein Fahrradfahrer, der statt eines ausgeschilderten Radweges eine parallel verlaufende Straße benutzt, haftet für die Folgen. Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main müssen Radfahrer einen eigens ausgeschilderten Radweg auch benutzen. Wer trotzdem auf der Straße fahre, der tue dies letztlich (auch) auf eigenes Risiko, heißt es in einem von Beck online veröffentlichten Urteil (Az.: 24 U 34/11, r + s 2012, 43).

Der betroffene Radfahrer war deshalb mit seiner Schadenersatzklage nur teilweise erfolgreich. Er war mit seinem Rennrad statt auf dem parallel verlaufenden Radweg auf einer Straße unterwegs gewesen, als er auf einer Ölspur ausrutschte. Er verlangte von dem Autofahrer, dessen Wagen die Ölspur hinterlassen hatte, daraufhin vollen Schadenersatz. Das Oberlandesgericht lehnte dies jedoch ab. Der Kläger habe seinen Sturz mit verschuldet, so die Richter. Hätte er den Radweg benutzt, wäre es nie zum Unfall auf der Ölspur gekommen. Deshalb habe der Mann lediglich Anspruch auf die Hälfte des geltend gemachten Schadens. red/wi