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Überraschung: Prüfungs-Klausur geht verloren - Student will trotzdem gute Note

Überraschung: Prüfungs-Klausur geht verloren - Student will trotzdem gute Note

Davon träumen Schüler und Studenten: Die Prüfungsklausur ist weg, es gibt keine schlechte Note dafür und man hat trotzdem die Prüfung bestanden. So nicht, sagt die Justiz.

Koblenz. Eine Klausur, die verloren gegangen ist, kann zu Gunsten des Prüflings nicht als bestanden bewertet werden. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden (Az.: 7 K 619/12.KO)
Der Kläger studiert am Zentrum für Fernstudien und universitäre Weiterbildung der Universität Koblenz-Landau im Fernstudiengang Energiemanagement. Im November 2009 erstellte er eine Klausur, die verloren ging. Daraufhin teilte die Universität dem Studenten mit, er habe einen Anspruch auf die Fertigung einer neuen Arbeit. Der Student beantragte aber, dass die Prüfung als bestanden bewertet wird. Dies lehnte die Universität ab. Der Student klagte. Im Laufe des Verfahrens schrieb er die Klausur mit Erfolg nach. Gleichwohl hielt er seine Klage aufrecht.

Er hatte damit aber keinen Erfolg. Zur Begründung führte das Gericht aus, es könne offen bleiben, ob für das Begehren angesichts der nachgeholten Prüfungsleistung noch ein Rechtsschutzinteresse gegeben sei. Jedenfalls könne die verlorene Klausur nicht als bestanden bewertet werden. Gegenstand der Bewertung könnten nur tatsächlich und eigenverantwortlich vom Prüfling erbrachte Leistungen sein. Eine fiktive Bewertung sei nicht möglich, auch wenn eine schriftliche Arbeit ohne Verschulden des Prüflings abhandengekommen sei. Durch eine Prüfung werde nämlich der Nachweis einer bestimmten beruflichen oder fachlichen Qualifikation erbracht. Ohne die Klausur könne dem Studenten der Besitz der erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nicht bestätigt werden. red/wi