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Viel Raum und Leistung für wenig Geld

Viel Raum und Leistung für wenig Geld

Hyundai frischt mit der zweiten Generation des Kleinwagens i20 das Erscheinungsbild auf und erweitert die Motorenpalette von drei auf fünf Triebwerke. Anfang Dezember steht das Auto bei den Händlern.

Hyundai hat sich den Ruf erworben, gute Verarbeitung zu moderaten Preisen anzubieten. Dank des deutschen Designerteams Peter Schreyer (früher Volkswagen) und Thomas Bürkle (früher BMW ) hat sich das Erscheinungsbild der koreanischen Autos dem europäischen Geschmack angepasst - so auch bei der neuen Generation des Kleinwagens i20.

Von vorn betrachtet fällt der trapezförmige große Kühlergrill auf, in dessen Mitte das Nummernschild befestigt ist. Darüber verläuft ein weiterer schmaler Lufteinlass, der von den markanten Scheinwerfern eingerahmt wird, die bis an die Kotflügel heranreichen. Breite Rücklichter beherrschen die Ansicht von hinten.

Bei den inneren Werten hat der 4,04 Meter lange Koreaner ordentlich zugelegt: Das Fassungsvermögen des Gepäckraums steigt von 295 Litern beim Vorgänger auf nunmehr 326 Liter. Durch weitgehend gerade Wände lässt sich ausreichend Hab und Gut transportieren. Die Ladefläche wird bei umgeklappten Rücksitzlehnen zur fast ebenen Fläche. Einziger Wermutstropfen ist die 74 Zentimeter hohe Ladekante.

In der Passagierkabine geht es trotz des kompakten Erscheinungsbildes i20 geräumig zu, lediglich auf dem hinteren mittleren Sitzplatz sind groß gewachsene Personen nicht gut aufgehoben, da sie mit dem Kopf am Dach anstoßen. Den Fahrer erwartet ein breit ausgebautes Cockpit, das allerdings mit einer Vielzahl von Knöpfen gespickt ist - allein das Lenkrad des neuen i20 ist mit zwölf Funktionstasten ausgestattet. Sehr gut ist die Sicht vor allem nach vorn, wo die breite Windschutzscheibe und die schmalen Dachträger einen weiten Blickwinkel gewährleisten. Wegen der schmalen Heckfenster muss man beim Rückwärts-Rangieren vorsichtig sein.

Zur Markteinführung Anfang Dezember bieten die Koreaner drei Benzin- und zwei Dieseltriebwerke an. Das Basismodell schlägt mit 11 950 Euro zu Buche und verfügt über einen 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS/55 kW, der die Vorderräder antreibt. In dieser Variante gibt es ab Werk aber weder ein Radio noch eine Klimaanlage, auch nicht gegen Aufpreis. Zu einer kräftigeren 1,2-Liter Ausbaustufe mit 84 PS/62 kW kommt als Spitzenmotorisierung ein 1,4-Liter-Vierzylinder, der 100 PS/74 kW auf die Straße bringt. Alle Ottomotoren lassen sich beim Hyundai-Händler für knapp 2000 Euro auf das kostengünstige Autogas (LPG) umrüsten. Zwei Dieselantriebe vervollständigen die Motorenpalette: ein 1,1-Liter-Dreizylinder mit 75 PS/55 kW, dessen großer Bruder mit 1,4 Litern Hubraum auf vier Töpfen läuft und 90 PS/66 kW leistet.

Auf ersten Testfahrten konnten die beiden Selbstzünder mit geringer Geräuschentwicklung und ordentlicher Durchzugskraft punkten. Der Antrieb des 84-PS-Benziners fällt hingegen gefühlt schwächer aus. Weil der Motor noch leiser ist als bei den Dieselvarianten, werden Windgeräusche im Innenraum ab Tempo 100 deutlich hörbar.

Zum Thema:

Ausführung:KleinwagenPreis:11 950 EuroLänge:4,04 MeterBreite:1,73 MeterHöhe:1,47 MeterRadstand:2,57 MeterLeergewicht:1055 KilogrammZuladung:525 KilogrammGepäckraum:326 LiterAnhängelast:450 KilogrammMotor:4-Zylinder-BenzinerHubraum:1248 ccmLeistung:75 PS/55 kWDrehmoment:122 Nm Abgasnorm:Euro 6CO{-2}-Ausstoß:119 g/kmSpitze:170 km/h0 auf 100 km/h:13,6 SekundenNormverbrauch:5,1 Liter Super