Unterm Aufstelldach ein zweites Bett

Unterm Aufstelldach ein zweites Bett

Das Geschäft mit Wohnmobilen läuft gut in Deutschland. So hofft Mercedes-Benz auf gute Verkaufszahlen für den neuen Marco Polo. Das Reisemobil basiert auf der neuen V-Klasse von Mercedes und ist in zwei Ausführungen verfügbar.

Die zweisitzige Bank wird nachts zum Bett umgebaut. Fotos: Mercedes.

Mercedes-Benz feiert die neue Generation seines Wohnmobils Marco Polo als "Multitalent für jedes Abenteuer". Mit seiner noblen Ausstattung kostet es in der Basisversion 200 CDI mit 136 PS/100 kW mindestens 54 835 Euro. Die stärkste Ausführung, der 250 Bluetec mit 190 PS/140 kW, ist ab 61 118 Euro erhältlich.

Zusätzlich zum edlen Marco Polo gibt es künftig die Variante Activity. Sie bietet die Variabilität des kompakten Transporters Mercedes Vito Tourer und hat gegenüber dem Marco Polo eine abgespeckte Reisemobilausstattung. Für diese neue Version stehen zwei 1,6-Liter-Dieselmotoren mit 88 PS/65 kW sowie 114 PS/84 kW zur Auswahl. Die Preisliste des frontgetriebenen Activity beginnt bei 38 950 Euro. Auf Wunsch baut Mercedes-Benz in den Activity auch einen der drei stärkeren Turbodiesel-Motoren aus dem Marco Polo ein. Zudem kann der Kunde auch Heck- oder Allradantrieb ordern. Die Activity-Topversion 250 Bluetec, die sich nach der Norm mit 6,0 Litern begnügt, kostet 50 254 Euro.

Der Marco Polo hat in der Größe etwas zugelegt: auf 5,14 Meter Länge und 1,93 Meter Breite. Mit seiner Höhe von 1,98 Meter passt er noch in Garagen, Parkhäuser und Waschstraßen.

Zweifellos haben die Schöpfer des Marco Polo besonderen Wert auf die Alltags- und Reisetauglichkeit gelegt. Dazu gehört nicht zuletzt das Aufstelldach, das auf Wunsch mit elektrischem Antrieb geliefert wird. Es steht für die Variabilität und Funktionalität des Fahrzeugs und ermöglicht zusätzlich zur unteren Liegefläche in der zweiten Etage ein weiteres Doppelbett. Es hat die Maße 2,03 mal 1,13 Meter und ist so groß wie das untere. Umgeben sind Kinder oder Mitreisende dort oben von einem beschichteten Textilgewebe und fühlen sich ein wenig wie in einem Zelt.

Im Innenraum des Marco Polo geht es schick und stilvoll zu bis hin zu besonderer Beleuchtung und zum Yachtboden-Look. Die Vordersitze sind komplett drehbar. Das clevere Küchenmodul fehlt genauso wenig wie Geschirrschrank, klappbarer Tisch, drehbare Vordersitze und der Kleiderschrank neben der Sitz- und Liegebank im Heck. Die Küchenzeile ist mit Kompressor-Kühlbox (40 Liter), zweiflammigem Gaskocher, und jeweils großem Frisch- und Abwassertank ausgerüstet.

Serienmäßig sind weitere Komfortdetails an Bord, darunter die schwarz gefärbte Colorverglasung und Rollos im Fond sowie Vorhänge für die Frontscheibe und vorderen Seitenscheiben; außerdem das elektrische Ausstellfenster hinten rechts und ein Tisch und zwei Campingstühle für draußen, verstaut in einer stabilen Tasche.

Bei der Sicherheitsausstattung rangiert der Marco Polo auf dem hohen Niveau der Mercedes V-Klasse. Dazu gehören die vielfältigen, zum Teil optionalen Assistenzsysteme. Zu den Optionen zählen die elektrisch zu betätigende Heckklappe oder die separat zu öffnende Heckscheibe. Der Allradantrieb kostet 3927 Euro Aufpreis.

Der Activity wendet sich besonders an junge Familien und Freizeitsportler. Mit ihm kann man die Kinder zur Schule bringen, zur Arbeit fahren, und abends packt man kurz das Mountainbike hinein und am Wochenende geht es mit den Surfbrettern an die See oder zu einem Open-Air-Festival.

Der Marco Polo schiebt die Messlatte für kompakte Reisemobile noch ein ganzes Stück nach oben. Gut, ein richtiges Wohnmobil ist nochmal etwas anderes, aber für entsprechende Ansprüche hat Mercedes den Sprinter im Programm, der auf fast sechs Meter Länge kommt und in seinem Segment weltweit die Nummer eins ist.