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Toyota lockt mit vielen kleinen Spielereien

Toyota lockt mit vielen kleinen Spielereien

Mit Rückfahrkamera, berührungsempfindlichem Bildschirm und bunten Lack-Kombinationen will Toyota junge Fahrer für den neuen Aygo begeistern. Was dem kleinen Stadt-Auto aber fehlt, ist Motorleistung.

Klein, preiswert, nützlich, das war bisher das Trio Aygo, 107 und C1, das Toyota , Peugeot und Citroën seit 2005 gemeinsam bauen. In bald 2,5 Millionen Exemplaren, verteilt zu je rund einem Drittel auf die drei Marken. Die Erfolgsstory dürfte weitergehen. Die Neuauflage, bei Toyota ab 19. Juli im Handel, bietet mehr Platz, ist sparsamer, kaum teurer. Dazu bereitet sie viel mehr Freude, denn Toyota entdeckt die Lust am Spielen. Für den neuen Aygo gibt es wie für den Mini oder den Fiat 500 jede Menge Möglichkeiten, ihn mit Dekorteilen und unterschiedlichen Farben eigenen Vorstellungen anzupassen.

Ein X zieht sich wie eine spitze Nase von den Ohren der Rückspiegel bis zu den Rädern, wirkt je nach Farbkombination grell (gelb-schwarz) oder angriffslustig (rot-schwarz), lässt sich aber ganz in Silber auch verstecken. Mit 3,46 Metern wird die Karosserie des Aygo eine Daumenbreite länger, die Breite (1,62 Meter) bleibt gleich, die Höhe schrumpft um einen Zentimeter auf 1,46 Meter. Auch der Achsabstand bleibt gleich (2,34 Meter). In der zweiten Reihe fühlen sich Erwachsene dank etwas mehr Knie- und Schulterraum wohl, zumindest auf kürzeren Strecken. Das "Double-Bubble-Roof", die beiden Ausbuchtungen im Heck, sorgen auch dafür, dass die Passagiere nicht mehr so leicht am Dach anstoßen. Der Kofferraum schluckt jetzt 168 statt 139 Liter, wie üblich lässt sich die Rücksitzlehne umklappen. Viel einladen aber darf man nicht. Die Nutzlast beträgt nur gut 300 Kilogramm.

Fahrer und Beifahrer dürfen auf genügend großen, körpergerecht geformten Sitzen Platz nehmen. Fahrersitz und Lenkrad lassen sich in der Höhe verstellen. Das Armaturenbrett besteht aus einfachem Hartplastik, sieht dennoch gut aus, und der große Tacho lässt sich gut ablesen. Klimatisierung samt Luftverteilung werden über Drehknöpfe gesteuert, Bordcomputer, Radio, Telefon und - so vorhanden - das Navi über den großen Bildschirm. Er lässt sich auch mit einem Smartphone koppeln. Sechs Airbags, ESP (bei Toyota VSC genannt) und Berganfahr-Hilfe sind serienmäßig, gegen Aufpreis gibt es eine Rückfahrkamera.

Der 1,0-Liter-Dreizylinder wurde in Details verbessert. Er leistet jetzt 69 PS/51 kW und macht den Aygo eco zum sparsamsten Fünfsitzer mit Benzinmotor: 3,8 Liter nach Norm (CO2: 88 g/km). Im Stadtverkehr genügt das Motörchen vollkommen. Außerhalb indes ist es keine rechte Freude. Es bietet wenig Zugkraft (95 Nm erst bei 4300 U/min), es will durch Zurückschalten bei Laune gehalten werden, was den Verbrauch erhöht und zu typischem Dreizylinder-Trompeten führt. Die Standard-Beschleunigung 0 auf 100 km/h erfordert etwas mühsame 14,3 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit werden 160 km/h angegeben.

Peugeot und Citroën bieten den 108 und den neuen C1 auch mit eigenem 1,2-Liter-Dreizylinder an, der sich mit 82 PS/60 kW und 118 Nm schon bei 2750 U/min viel leichter tut. Ihn gibt es im Aygo nicht. Wohl aber ein automatisiertes Getriebe, das für 600 Euro Mehrpreis Kuppeln und Schalten übernimmt.

Der Aygo wird mit 9950 Euro kaum teurer. Die Version Aygo x-play touch mit Alurädern, Radio, Klima und Multimediasystem steht mit exakt 12 000 Euro in der Liste.

Das Cockpit des neuen Aygo besteht zum Großteil aus Hartplastik-Elementen. Fotos: Toyota.

Zum Thema:

Ausführung:Dreitüriger KleinwagenPreis:9950 EuroLänge:3,45 MeterBreite:1,62 MeterHöhe:1,46 MeterRadstand:2,34 MeterLeergewicht:915 KilogrammZuladung:325 KilogrammGepäckraum:168 LiterMotor:3-Zylinder-BenzinerHubraum:998 ccmLeistung:69 PS/51 kWDrehmoment:95 Nm bei 4300 U/minAbgasnorm:Euro 6CO{-2}-Ausstoß:95 g/kmSpitze:160 km/h0 auf 100 km/h:14,2 SekundenNormverbrauch:4,1 Liter Super