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Subaru ist zuversichtlich, die Durststrecke zu überwinden

Automobil : Subaru: Diesel weg, Elektro-SUV ab 2022

Ruhig ist es um Subaru geworden. Während im vergangenen Jahrzehnt der japanische Allradspezialist hierzulande mit einem schmalen, aber durchaus soliden Zuwachs auf jährlich rund 7500 verkaufte Modelle gekommen ist, sieht es mittlerweile etwas anders aus.

„Abspecken“ lautete die unfreiwillige Devise. Letztes Jahr haben gerade mal 5400 Kunden einen neuen Subaru gekauft. „Wir müssen die Durststrecke überwinden und sind zuversichtlich, dies hinzukriegen“, erklärt Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Volker Dannath.

Nischenanbieter hin, Corona her, bei derzeit nur vier Baureihen wird es sicherlich nicht einfach, entsprechende Impulse zu setzen. Lange zurück liegen die Zeiten, da man mit dem kleinen Allrad-Justy und dem ulkigen Sechssitzer Libero zwei konkurrenzlose Angebote im Modellfächer hatte.

Am aktuellen Beispiel Mitsubishi Space Star sieht man, wie hilfreich ein Kleinwagen als Einstiegsversion sein kann. Heutzutage hält der Subaru Forester mit gut 40 Prozent die Spitzenreiter-Position in der internen Verkaufsstatistik. Er gehört zu den Klassikern in der Modellpalette und wird oft als zuverlässiges Zugpferd eingesetzt. „70 Prozent bestellen ihn mit Anhängerkupplung, das spricht Bände“, meint Dannath. Subaru bietet grundsätzlich alle Fahrzeuge als Allrader an.

Der Versuch, mehr Kunden mit einer frontgetriebenen Version der kompakten Schräghecklimousine Impreza zu locken, hatte keinen nennenswerten zusätzlichen Absatz erbracht. Fürs Modelljahr 2021 versucht der Friedberger Importeur, die Alleinstellungsmerkmale Boxermotor, Allradantrieb und Mildhybrid-System des Impreza hervorzuheben. Zum echten Forester-Konkurrenten wird er von den Stückzahlen her jedoch nicht werden.

Das sieht beim XV anders aus. Das Kompakt-SUV zieht laut Dannath von Anfang an – also schon seit zehn Jahren – Neukunden an und strebt beharrlich den ersten Platz in der internen Verkausfstatistk an. Die aktuelle Hoffnungen ruhen indes auf dem Gelände-Kombi Outback, der noch im Frühjahr in neuer Generation auf den Markt kommt. Damit ist das derzeitige Subaru-Quartett komplett.

Luft nach oben gebe es im Händlernetz, das bundesweit mit momentan gut 343 Handelspartnern zwar nicht unterrepräsentiert sei, aber im ländlichen Bereich noch einige helle Flecken aufweise. Doch gerade auf dem Land gibt es potenzielle Käufer, die den Allradantrieb gern öfter mal abseits der befestigten Straße einsetzen.

 Seit zwei Jahren ist Volker Dannath der Geschäftsführer von Subaru Deutschland.
Seit zwei Jahren ist Volker Dannath der Geschäftsführer von Subaru Deutschland. Foto: Subaru

Dannath verteidigt die Entscheidung des japanischen Mutterhauses, den Dieselmotor aus dem Angebot zu nehmen und nicht mehr weiterzuentwickeln. „Wir sind mit der Mildhybrid-Technologie bei unseren E-Boxer-Modellen auf dem richtigen Weg.“ Zudem verweist er aufs nächste Jahr: „Wir blicken mit Spannung auf 2022, für das die Subaru Corporation das erste vollelektrische SUV-Modell angekündigt hat, das dann selbstverständlich auch in Deutschland verkauft wird.“ Bekanntermaßen wird es in Kooperation mit Toyota gebaut und dürfte Subaru tatsächlich einen spürbaren Schub verschaffen.