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Rekordpreise für Superbenzin an Autobahntankstellen

Automobil : Rekordpreise für Superbenzin an Autobahntankstellen

(np) Wer die Autobahn zum Tanken verlässt, spart 20 bis 30 Cent je Liter. Das hat eine Untersuchung des Vergleichsportals „Clever Tanken“ im Auftrag der Zeitschrift Auto-Bild (Ausgabe 15/19) über einen Zeitraum von 31 Wochen der Preise für Super ergeben.

Beobachtet wurden die Preise an einer Station an der A1 und an einer wenige Kilometer entfernten Tankstelle neben der Autobahn. In der Spitze betrug der Preisunterschied für Super 48 Cent.

2015 lag der Spritaufschlag an Autobahnen noch bei durchschnittlich 6,5 Cent je Liter. 2016 stieg er auf neun Cent, 2017 waren es 11,1 Cent. Im vergangenen Jahr kassierten die Autobahnstationen im Mittel schon 16,6 Cent mehr als die Zapfstellen neben der Autobahn, hat der Datendienstleister Statista ermittelt. Aktuell sind 30 Cent und mehr Aufschlag pro Liter Autobahnsprit keine Seltenheit.

Bei der Thematik kommt dem Autobahn-Raststättenbetreiber „Tank & Rast“ eine entscheidende Rolle zu. Die ehemals staatliche Gesellschaft wurde 1998 privatisiert und erhielt das Recht, alle Autobahnraststätten und Tankstellen zu betreiben. Wollen die Mineralölkonzerne an den Autobahnen vertreten sein, müssen sie alle vier Jahre in ein komplexes Bieterverfahren einsteigen. Wer am meisten zahlt, darf mehr Tankstellen beliefern. Im vorigen Jahr bot Ölmulti Exxon besonders viel und gewann 23 Stationen hinzu.

Offensichtlich verhindert die Monopolstellung von „Tank & Rast“ einen Tankstellenwettbewerb an den Autobahnen. Kein Wunder also, dass Verbraucherschützer die marktwirtschaftlichen Exzesse an der Autobahn kritisieren und davor warnen, die Not spritsuchender Autofahrer auszunutzen.