Praktische Dach- und Heckboxen fürs restliche Urlaubsgepäck

Automobil : Praktische Dach- und Heckboxen fürs restliche Urlaubsgepäck

(np) Bei der Fahrt in den Urlaub wird das Auto meist vollgepackt bis unters Dach. Was nicht mehr in den Kofferraum passt, wird in einer zusätzlich montierten Dachbox verstaut. Das erhebliche Mehrgewicht hat Einfluss auf das Fahrverhalten und fordert die Bremsen extrem.

Um den Gesamtschwerpunkt spürbar zu verschieben, reicht schon ein Zentner Gewicht auf dem Dach. Wie unterschiedlich sich verschiedene Autos vom City-SUV bis zum Großraum-Van verhalten, hat die Zeitschrift Auto, Motor und Sport (13/19) bei einem Belastungstest ermittelt.

„Fahren Sie auf Ihrer Ferientour einfach ein wenig geruhsamer als sonst“, lautet die wichtigste Botschaft der Experten. Doch schon beim Packen sollte man einige Regeln beachten. Die schwersten Gepäckstücke gehören unten in den Kofferraum und vorn an die Rücksitzlehne. Leichterer Ballast wird dahinter verstaut. Nur mit Trennnetz können Gepäckstücke über die Rücksitzlehne hinaus gestapelt werden.

Eine Dachbox ist nur für leichtes Gepäck geeignet. Denn die zulässige Dachlast muss eingehalten werden. Die Box samt Grundträger wiegt leer rund 20 Kilogramm. Die Hersteller raten, mit einer Dachbox nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Zudem steigt mit einer Box der Verbrauch: Beim getesteten Opel Insignia ST 1.6 Turbo war es bei Tempo 130 ein Liter mehr je 100 Kilometer.

Extrem sind auch die Belastung der Bremsen. Bei einem vollbeladenen VW Multivan leistet die Scheibenbremsanlage 1400 PS. Der Bremsweg verlängerte sich auf der Messstrecke bei fünf Vollbremsungen in Folge um rund sechs auf 74,6 Meter.

Eine Alternative zu Dachboxen sind Heckboxen. Sie erweitern das Kofferraumvolumen um 200 bis 300 Liter. Voraussetzung ist eine Anhängerkupplung. Die Heckboxen werden dann auf einem Fahrradheckträger oder einem eigens mitgelieferten Grundträger fixiert. Laut ADAC ist die Kombination mit einem Fahrradträger etwas einfacher zu handhaben als die mit dem mitgelieferten Grundträger. Unterschiede bestehen auch bei der Montage am Fahrzeug sowie beim Zugang zum Kofferraum. Beides löst der Fahrradträger besser.

Eine Heckbox ist bei einem höheren Fahrzeug meist leichter zugänglich als eine Dachbox und nimmt weniger Lagerraum in Anspruch. Auch niedrige Decken in Hotelgaragen sind kein Hindernis.

Die Stützlast der Anhängerkupplung darf nicht überschritten werden. Sie setzt sich zusammen aus dem Gewicht des Grundträgers, dem Leergewicht der Box sowie dem Gewicht der Ladung. Auch eine vollbeladene Heckbox verändert den Schwerpunkt.

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