Parkplatzsuche in Deutschland kostet über 40 Milliarden Euro

Automobil : Parkplatzsuche in Deutschland kostet 40 Milliarden Euro

(np) 1410 Euro zahlt ein Autofahrer umgerechnet im Schnitt pro Jahr in Frankfurt für die Suche nach einem freien Platz. Er wendet jährlich 65 Stunden Fahrzeit für das Aufspüren einer Parklücke auf.

Damit ist die hessische Großstadt nach einer Studie der Analysefirma Inrix Spitzenreiter vor Essen (64 Stunden/1390 Euro pro Fahrer und Jahr) und der Bundeshauptstadt Berlin (62 Stunden/1358 Euro).

Der Bundesschnitt liegt bei 41 Stunden und Kosten von 896 Euro. Die Gesamtkosten summieren sich auf 40,4 Milliarden Euro. „Bei diesen hohen Kosten ist es kein Wunder, dass die Zahlungsbereitschaft der Autofahrern für einen Parkplatz in der Innenstadt wächst“, erklärt Bernd Bienzeisler vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. „Inzwischen steigt nämlich das Bewusstsein, dass Fläche in der Stadt ihren Preis hat“, sagte er im Interview mit der Fachzeitschrift Auto, Motor und Sport (Ausgabe 19/2019).

An Parkscheinautomaten zahlt jeder Autofahrer im Schnitt jährlich 98 Euro zu viel Gebühren aus Angst, bei abgelaufener Zeit ein Knöllchen bezahlen zu müssen. Durch Verkehrsstaus verliert jeder Fahrer im Schnitt pro Jahr 120 Stunden Zeit. Die Kosten allein in den Städten liegen bei 5,1 Milliarden Euro. Alles in allem sind es rund 80 Milliarden Euro.

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