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Künstliche Intelligenz steuert Autos oft schon unbemerkt mit

Automobil : Künstliche Intelligenz steuert Autos oft schon unbemerkt mit

(np) Die Idee zu Künstlicher Intelligenz (KI) wurde Mitte der 50er Jahre geboren und ist älter als die Mondlandung. Wegen der erforderlichen Rechenleistung blieb sie aber viele Jahre lang bloße Theorie.

Doch von diesem Stadium hat sich die Entwicklung in über 60 Jahren weit entfernt. „Viele KI-Entwicklungen sind heute schon im Einsatz, oft ohne unser Wissen“, berichtet die Zeitschrift Auto, Motor und Sport in ihrer neuen Ausgabe (5/20).

Künstliche Intelligenz im Auto bügelt zum Beispiel Schlaglöcher auf der Straße aus. Über Kameras und Sensoren im Fahrwerk können Fahrbahnschäden erkannt und ausgeglichen werden. Darüber hinaus werden die Daten an andere Verkehrsteilnehmer weitergeleitet, damit die Routenplanung die Gefahrenstelle meidet.

Außerdem unterstützt KI im Auto die permanente Weiterentwicklung der Spracherkennung „Statt Sprache zu erkennen, versteht die KI“, beschreibt das Automagazin den großen Vorteil gegenüber herkömmlichen Sprachassistenten. Statt auf klar definierte Befehle und Eingabemuster angewiesen zu sein, versteht KI die in einer Äußerung enthaltenen Appelle. Sagt der Fahrer beispielsweise „Mir ist kalt“, sorgt KI für das automatische Hochregeln der Heizung. Um das Tempo der Verbesserungen zu beschleunigen, werden automatisch Updates nach den Analysen anderer Autofahrer übermittelt.

Ein weiteres Beispiel für die Nutzung von KI ist ein Fahrschlüssel, den Volkswagen und der Chiphersteller NXP entwickelt haben. Der schlaue Schlüssel erkennt Bewegungsmuster und sendet Öffnungsbefehle ans Auto.

Porsche nutzte KI, um die Aerodynamik des Rennwagens 919 Evo zu verbessern. Die flexiblen Heckflügel konnten besser abgestimmt werden als mit herkömmlichen Simulationen. Mercedes-Benz setzt beim Querverkehrs-Assistenten auf Künstliche Intelligenz. Dieses moderne Assistenzsystem überwacht das Umfeld des Autos beim Ausparken. „Ein bloßer Hype ist das Thema Künstliche Intelligenz daher auf keinen Fall“, meint die Zeitschrift. Bis zum Einsatz beim Autonomen Fahren dauere es aber noch mindestens zehn Jahre, schätzen Experten.