Feinschliff für Alfa Romeo Giulia und Stelvio

Automobil : Alfa Romeo frischt Giulia und Stelvio auf

Der italienische Hersteller hat seine Mittelklasse-Limousine und sein Mittelklasse-SUV optimiert. Vermehrt sollen Dienstwagen-Fahrer gewonnen werden.

Giorgio hat sich absolut bewährt, seit 2016 die sportliche Stufenheck-Limousine Alfa Romeo Giulia und 2017 das Mittelklasse-SUV Stelvio damit ins Rennen gegangen sind. Nach dem männlichen Vornamen ist die technische Plattform benannt, auf der die beiden Erfolgsmodelle von Alfa Romeo aufgebaut sind. Das bedeutet für sämtliche Giulia- und Stelvio-Varianten: Hinterrad-Antrieb. Der ist zwar nicht gerade konventionell, dafür aber höchst emotional.

Selbst die Allradversionen schicken im Normalfall alle Motorkraft nach hinten und nur bei Bedarf maximal die Hälfte an die Vorderräder. Um ihre Zielgruppen bis zum nächsten Modellwechsel noch besser anzusprechen, bieten Giulia und Stelvio im Jahrgang 2019 einige Neuheiten.

Zu diesem Zweck hat Alfa Romeo für fast alle Versionen der beiden Modellreihen die Serienausstattung erhöht sowie neue Ausstattungslinien und neue Sondermodelle kreiert. Alle Motoren erfüllen die besonders strenge Abgasnorm Euro 6d-temp. Die beiden Einstiegsvarianten des 2,2-Liter-Turbodiesel-Triebwerks leisten in Giulia und Stelvio 160 PS/118 kW beziehungsweise 190 PS/140 kW.

Die besonders sportliche, viertürige Stufenheck-Limousine Alfa Romeo Giulia ist ab Modelljahr 2019 in acht Ausstattungslinien zu haben. Neu sind die Versionen Lusso, B-Tech und Veloce Ti. Beim ebenfalls dynamisch orientierten SUV Stelvio hat Alfa Romeo das Angebot um die Ausstattungsniveaus Lusso und B-Tech erweitert. Für beide Modellreihen sind jetzt gegen Aufpreis viele neue Optionen erhältlich, darunter eine automatisch öffnende Heckklappe für den Stelvio und 19-Zoll-Alufelgen für die Giulia.

Besonders als Dienstwagen sollen sich Giulia und Stelvio besser als bisher etablieren. Die Variante Business spricht vor allem gewerbliche Vielfahrer an, mit höherwertiger Ausstattung richtet sich die Version Lusso besonders an Manager und Selbstständige.

Beide Ausstattungspakete bieten dem Kunden Preisvorteile. Das gilt auch für die betont sportliche Version B-Tech. Giulia Veloce Ti und Stelvio Ti heißen die neuen sportlichen Topmodelle beider Baureihen. Sie haben 280-PS-Benziner oder 210-PS-Diesel sowie den Q4-Allradantrieb an Bord. Die Preise für die Giulia beginnen jetzt bei 37 000 Euro (200-PS-Benziner oder 160-PS-Diesel), für den Stelvio bei 41 000 Euro (160-PS-Diesel).

Alfa Romeo rückt bei seiner zielgruppenorientierten, neuen Modellpolitik wichtige aktuelle Ereignisse in den Mittelpunkt: die Rückkehr zur Formel 1 und die Rekorde auf der Nürburgring-Nordschleife. 2019 ist Alfa Romeo endgültig wieder in der Königsklasse des Motorsports angekommen, denn das ehemalige Sauber-F1-Team heißt nun offiziell Alfa Romeo Racing. Damit schließt sich für die 1910 in Mailand gegründete Marke ein Kreis, denn die ersten beiden F1-Weltmeister fuhren 1950 und 1951 auf Alfa Romeo: Giuseppe Farina und Juan Manuel Fangio.

Zu dieser sportlichen Historie passen Giorgios Eigenheiten. Die Plattform Alfa Romeos hat stets Hinterradantrieb, und dazu ist eine Kardanwelle nötig, die den vorne sitzenden Motor mit der angetriebenen Hinterachse verbindet. Sie besteht bei allen Alfa Romeo Giulias und Stelvios aus Kohlefaser, dem teuren, aber extrem leichten und dennoch stabilen Zauberstoff der Formel 1.

Das ist nur eine von vielen Besonderheiten, die Alfa Romeos Flaggschiffe aus der Masse der Limousinen und SUVs hervorheben. Dazu gehören auch eine Speziallenkung mit unterschiedlichen Einschlagwinkeln der beiden Vorderräder oder das Integrierte Bremssystem (IBS), das die Wirkungsweise der elektronischen Assistenzsysteme mit der mechanischen Bremskraftunterstützung vernetzt. Dadurch sprechen die Bremsen besonders schnell an.

An der Spitze von Alfa Romeos Sportlichkeit stehen die beiden neuen Sondermodelle Giulia Quadrifoglio Nring und Stelvio Quadrifoglio Nring. Mit ihnen zelebriert Alfa dauerhaft die beiden Rundenrekorde, die beide Modelle auf der legendären Nürburgring-Nordschleife halten: die Giulia für viertürige Limousinen, der Stelvio für SUVs.

Nur jeweils 108 Alfisti kommen weltweit in den Genuss der 510 PS starken Topversionen. Für die Giulia Nring sind 122 570 Euro fällig, der Stelvio Nring kostet 128 520 Euro. Dennoch sollen blanko unterschriebene Bestellungen begeisterter und betuchter Alfisti vorliegen.

Das Mittelklasse SUV Stelvio von Alfa Romeo ist jetzt auch mit einer automatisch öffnenden Heckklappe erhältlich. Foto: Alfa Romeo
Im Cockpit der Giulia geht’s rund: Alfa bleibt bei Rundinstrumenten, und auch die Luftdüsen sind rund. Foto: Alfa Romeo

Präsentiert hat Alfa Romeo die 2019er-Varianten von Giulia und Stelvio in der Münchner Kunstgalerie Ketterer. Laut Pressesprecher Sascha Wolfinger ist dies absolut standesgemäß: „Alfa Romeo versteht Autos seit jeher als Kunstobjekte.“

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