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Eine beachtliche Auswahl an Elektroautos

Wie für alle reinen Elektrofahrzeuge gibt es auch beim Renault Zoe mehrere Möglichkeiten, die Batterie aufzuladen: entweder an jeder Haushaltssteckdose oder an speziellen Ladestationen. Fotos: Hersteller
Wie für alle reinen Elektrofahrzeuge gibt es auch beim Renault Zoe mehrere Möglichkeiten, die Batterie aufzuladen: entweder an jeder Haushaltssteckdose oder an speziellen Ladestationen. Fotos: Hersteller
Saarbrücken. Elektrofahrzeuge üben eine große Faszination aus, doch wegen der hohen Anschaffungskosten, geringen Reichweiten und langer Ladezeiten finden sich derzeit nur wenige Käufer. Wie stellen Modelle aus allen Klassen vor. unserer Mitarbeiterin Gundel Jacobi

Mit der erst kürzlich beschlossenen Kaufprämie könnten reine Elektroautos hierzulande langsam aus den Startlöchern kommen. Dort verharren noch einige Hersteller, denn erst knapp ein Dutzend von ihnen bietet rein elektrische Fahrzeuge an. Die gute Nachricht: In nahezu allen Klassen sind die Stromer vertreten.


Dennoch läuft der Verkauf von Elektroautos nur schleppend. Derzeit sind rund 26 000 rein batteriegetriebene Autos in Deutschland zugelassen. Viele Autofahrer scheuen vor einem Kauf zurück. Sie haben vor allem Bedenken, dass das Aufladen von E-Autos sehr lange dauert und nur begrenzte Strecken gefahren werden können. Man spricht von Reichweitenangst.

Eine Pionierrolle im Markt der Elektroautos kommt Mitsubishi zu. Das 3,50 Meter lange, viersitzige Electric Vehicle (ab 23 790 Euro ), das anfänglich den Namen i-Miev führte, gehörte vor sechs Jahren zu den ersten in Großserie gefertigten Elektroautos. Der japanische Hersteller ging eine Zusammenarbeit mit dem französischen PSA-Konzern ein, der zwei baugleiche Elektro-Kleinwagen anbietet: den Citroën C-Zero und den Peugeot Ion (beide ab 19 390 Euro ). Das Trio stellt jeweils eine Leistung von 67 PS/49 kW bereit. Da ihr höchstes Drehmoment von 196 Newtonmetern wie bei Elektroautos üblich sofort beim Losfahren zur Verfügung steht, kann man mit einem beherzten Druck aufs Pedal nahezu jeden Kavalierstart gewinnen.



Auch der 82 PS/60 kW starke Volkswagen E-Up (ab 26 900 Euro ) sowie der 170 PS/125 kW leistende BMW i3 (ab 34 950 Euro ) gehören zu den viersitzigen Elektro-Kleinwagen.

In dieser Klasse sind Reichweiten von rund 150 Kilometern möglich. Wer jedoch ständig das Strompedal voll durchdrückt, zahlreiche Steigungen bewältigen muss sowie Heizung oder Klimaanlage auf vollen Touren laufen lässt, kommt gerade mal halb soweit. Allerdings legen die meisten Autofahrer ohnehin nicht mehr als 80 Kilometer am Tag zurück.

Unter den elektrisch angetriebenen Kleinwagen war der Smart Fortwo Electric Drive bisher eines der meist verkauften Modelle in Deutschland. Im Zuge des Modellwechsels wird die neue Generation voraussichtlich ab kommendem Februar verfügbar sein.

Zwischen Kleinwagen und Kompaktmodell mit fünf Plätzen ist der 4,09 Meter lange Renault Zoe mit 88 PS/65 kW starkem Elektromotor angesiedelt. Unter optimalen Bedingungen kommt er mit einer Batterieladung 200 Kilometer weit. Der Basispreis beträgt 21 500 Euro . Allerdings ist bei den Elektromodellen von Renault die Batterie im Kaufpreis nicht enthalten, sondern muss gemietet werden. Die Mietkosten sind abhängig von Laufleistung und Mietdauer. Bei einem Dreijahresvertrag kommen beim Zoe ab 49 Euro monatlich dazu.

Im Segment der Kompaktwagen gibt es den 109 PS/80 kW starken Nissan Leaf ab 29 265 Euro inklusive Batterie. Das 4,45 Meter lange E-Mobil ist seit vier Jahren auf dem Markt und ist weltweit das meistverkaufte Elektroauto . Neuerdings kann man den Leaf wahlweise mit einer 24 kWh oder 30 kWh starken Batterie bestellen. Mit dem stärkeren Akku steigt die Reichweite von knapp 200 auf bis zu 250 Kilometer. Nissan überlässt den Kunden die Entscheidung, ob sie die Batterie kaufen oder mieten wollen.

VW hat als zweites Elektromodell neben dem E-Up den E-Golf ab 34 900 Euro im Angebot. Das kompakte Elektroauto mit 115 PS/85 kW schafft mit einer Ladung bis zu 190 Kilometer. Zum gleichen Listenpreis bietet Ford den Focus Electric an (146 PS/107 kW). Laut Hersteller liegt seine Reichweite bei maximal 160 Kilometern.

Der koreanische Hersteller Kia hat den Kompaktvan Soul EV (ab 28 890 Euro ) im Programm. Diese Karosserieform mit etwas erhöhter Sitzposition ist derzeit sehr gefragt. Den Antrieb übernimmt ein 110 PS/81 kW starker Elektromotor.

Geräuscharm und abgasfrei fortbewegen kann man sich auch mit dem 4,39 Meter langen Mercedes B-Klasse 250e (ab 39 150 Euro ). Der Kompaktwagen bietet 180 PS/132 kW Leistung und kommt bis zu 200 Kilometer weit. Gut eine Handbreit länger (4,47 Meter) ist die neue Elektro-Limousine Hyundai Ioniq (ab 33 300 Euro ). Der Elektromotor entwickelt 120 PS/88 kW Leistung. Laut Hersteller sind bis zu 280 Kilometer Reichweite möglich.

Zum Segment der Elektrofahrzeuge zählen auch das zweisitzige Spaßmobil Renault Twizy (ab 7000 Euro ), die elektrischen Versionen der Nutzfahrzeuge Citroën Berlingo, Peugeot Partner (jeweils ab 18 671 Euro ), Renault Kangoo Z.E. Maxi (ab 26 537 Euro ) und Nissan eNV200 (ab 24 219 Euro ) sowie als Krönung der Tesla Model S (ab 82 700 Euro ). Diese Limousine gibt es mit verschieden starken Batterien und Antrieben (bis 539 PS). Unter optimalen Bedingungen (höchstens 100 km/h schnell bei 20 Grad Celsius Außentemperatur) sind Reichweiten bis 550 Kilometer möglich.

Die Ladezeit der Elektroautos hängt davon ab, welche Stromquelle zur Verfügung steht. An einer Haushaltssteckdose mit 230 Volt dauert das Laden zehn bis 14 Stunden. Stehen 380 Volt zur Verfügung, genügt ungefähr die Hälfte der Zeit. Falls man Zugang zu Schnellladestationen hat (50 Kilowatt oder 100 Kilowatt) ist die Batterie nach 30 oder 25 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Citroën C-Zero
Citroën C-Zero
Ford Focus Electric
Ford Focus Electric
Hyundai Ioniq EV
Hyundai Ioniq EV
Kia Soul
Kia Soul
Mitsubishi Electric Vehicle
Mitsubishi Electric Vehicle
Nissan Leaf
Nissan Leaf
Peugeot Ion
Peugeot Ion
Peugeot Partner Electric
Peugeot Partner Electric
Renault Kangoo ZE
Renault Kangoo ZE
Renault Twizy
Renault Twizy
Smart Fortwo
Smart Fortwo
Tesla Model S
Tesla Model S
VW E-Golf
VW E-Golf
VW E-Up
VW E-Up