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Der Abtrünnige wird Mitglied der Familie

Der Abtrünnige wird Mitglied der Familie

Die Fiat-Tochter Jeep schickt erstmals einen kompakten geländegängigen Hochbeiner auf die Straßen. Für den neuen Renegade sind auf Wunsch zwei Allradsysteme für unterschiedliche Ansprüche verfügbar.

Der neue Jeep Renegade ist nach dem kürzlich vorgestellten Cherokee die nächste Frucht der Zusammenarbeit zwischen Chrysler (mit der Marke Jeep ) und dem italienischen Autohersteller Fiat . Beim Design des 4,26 Meter langen Renegade hatten die Amerikaner die Federführung, die Italiener sind für die Endmontage zuständig.

Mit seinen kompakten Abmessungen stellt der Renegade (zu Deutsch: Abtrünniger) eine drastische Erweiterung der Produktpalette nach unten dar. Fiat wird Anfang 2015 auf gleicher Plattform den etwas sanfter geformten kleinen Kraxler 500 X anbieten. Der Renegade ist auf den ersten Blick als Mitglied der Jeep-Familie zu erkennen. Kreisrunde Scheinwerfer rahmen die markentypischen sieben senkrechten Schlitze im Kühlergrill ein. Nahezu waagerecht wie einen Tisch haben die Designer die Motorhaube gestaltet, die lediglich von einer Erhebung in der Mitte unterteilt wird. Kantige Formen und eine durchgehende Plastikschürze rund um den Wagen geben einen Hinweis auf seine Ansprüche, auch abseits befestigter Straßen voran zu kommen.

Von hinten betrachtet fallen die quadratisch geformten Rücklichter auf, in deren Mitte die Blinker x-förmig leuchten.

Im Innern zeigt der Kleine überraschende Größe. Alle fünf Sitze bieten ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Der Seitenhalt auf dem vorderen Gestühl ist etwas dürftig. Große Außenspiegel sorgen für gute Sicht nach hinten, was angesichts der weit oben sitzenden Heckscheibe auch angebracht ist. Den 351 Liter fassenden Gepäckraum erreicht man über die mit 75 Zentimetern recht hohe Ladekante.

Für den bereits verfügbaren Renegade stehen bei den Dieseln zunächst zwei Aggregate zur Auswahl. Der 1,6-Liter-Selbstzünder kommt auf 120 PS/88 kW und treibt ausschließlich die Vorderräder an. Wer Allradantrieb möchte, muss den 2,0-Liter-Motor mit 140 PS/103 kW nehmen. Bis Ende November folgt dann das ebenfalls geländegängige Diesel-Spitzenmodell mit 170 PS/ 125 kW. Als Benziner wird ein 1,4-Liter-Aggregat in zwei Leistungsstufen angeboten. Das Basismodell kommt auf 140 PS/ 103 kW, eine 170-PS-Variante folgt im nächsten Sommer. Ebenfalls für einen späteren Zeitpunkt ist ein 1,6-Liter-Benzinmotor angekündigt, der 110 PS/81 kW leistet. Er wird im Fronttriebler ab 19 900 Euro zu haben sein.

Auf ersten Testfahrten fiel das gut abgestimmte Fahrwerk auf. Kleinere und größere Unebenheiten werden zuverlässig glatt gebügelt. Die leichtgängige Handschaltung und die recht geringen Motorgeräusche des 120-PS-Diesels tragen ihren Teil zum komfortablen Fahren bei. Den Allradantrieb gibt es in zwei Ausführungen. Das einfache 4x4-System bietet vier Fahrprogramme für unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Für Freunde des offenen Geländes gibt's für die beiden kräftigen Dieselmotoren in Kombination mit Automatik zusätzlich ein Untersetzungsgetriebe und eine erhöhte Bodenfreiheit.

Zum Thema:

Ausführung:GeländewagenPreis:22 700 EuroLänge:4,26 MeterBreite:1,81 MeterHöhe:1,70 MeterRadstand:2,57 MeterLeergewicht:1395 KilogrammZuladung:470 KilogrammGepäckraum:351 - 1297 LiterAnhängelast:1000 KilogrammMotor:4-Zylinder-BenzinerHubraum:1368 ccmLeistung:140 PS/103 kWDrehmoment:230 Newtonmeter bei 1750 U/minAbgasnorm:Euro 6CO{-2}-Ausstoß:140 g/kmSpitze:181 km/h0 auf 100 km/h:9,3 SekundenNormverbrauch:6,0 Liter Super