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„Billigreifen ist nicht zu trauen“

„Billigreifen ist nicht zu trauen“

Drei Zeitschriften der Auto-Bild-Gruppe haben Winterreifen für Kompaktwagen, große SUVs und Sportwagen getestet. Nur die Reifen etablierter Hersteller garantieren beim Bremsen überzeugende Ergebnisse

(np) Zwar steigt die Qualität der Ganzjahresreifen, doch Vielfahrer kommen in der kalten Jahreszeit an Winterreifen nicht vorbei. Nur sie bieten auf Schnee und Matsch die nötigen Reserven. Das zeigt ein aktueller Test der Zeitschrift Auto-Bild (Heft 40/2016). 50 Reifenmodelle nahmen die Experten unter die Lupe. "Sicherheit und Qualität haben ihren Preis. Billig-Reifen ist nicht zu trauen. Sie landeten durchweg auf den letzten Plätzen. Vor allem die enorm langen Bremswege bei Nässe und auf trockener Piste sind äußerst gefährlich", erklären die Tester.

Bereits den ersten Test, Bremsungen auf nasser Fahrbahn, bestand kein einziger Billigreifen. In der Gesamtwertung kam der Continental WinterContact TS 860 auf Platz eins. Zudem überzeugten der Michelin Alpin 5 und der UltraGrip 9 von Goodyear, die auf den Plätzen zwei und drei folgten.

Die Zeitschrift Auto-Bild Allrad (Heft 11/2016) hat acht Winterreifen der Dimension 255/55 R18 für große SUVs getestet. Der Billigreifen Stature M/S von Gripmax zeigte große Schwächen bei Nässe. Mit dürftiger Haftung und enorm langem Bremsweg sowie hoher Aquaplaninggefahr landete er auf dem letzten Platz. Punkten konnten etablierte Markenprodukte: der Goodyear UltraGrip Performance SUV Gen-1, der Continental WinterContact TS 850P SUV und der Dunlop Winter Sport 5 SUV.

Die gleichen Winterreifen , jedoch in der Version für schnelle Sportwagen (in der Dimension 245/40 R18), gewannen in der gleichen Reihenfolge auch den Test der Zeitschrift Auto-Bild Sportscars. Neben den etablierten Markenreifen testete die Redaktion auch einen Billigreifen. Es zeigte sich, dass auch die Nässetauglichkeit des Accelera X Grip durch die deutlich längeren Bremswege stark eingeschränkt ist.