Autohersteller sind zu Kooperationen gezwungen

Automobil : Autohersteller sind zu Kooperationen gezwungen

(np) Die Konkurrenten der Autohersteller sind nicht nur die Mitbewerber der Branche, sondern auch finanzstarke Softwarekonzerne wie Apple, Amazon, Google und Alibaba. Die klassischen Autohersteller stehen vor gewaltigen Investitionen, um in der Mobilität der Zukunft konkurrenzfähig zu sein.

Die Zeitschrift Auto, Motor und Sport nennt ein Budget von 70 Milliarden Euro, das die Hersteller zur Entwicklung für autonomes Fahren, Vernetzung und E-Mobilität aufbringen müssen.

Viele Hersteller werden gegen die digitalen Schwergewichte nur bestehen, wenn sie Kooperationen eingehen und sich mit anderen Firmen zusammenschließen. Die jetzt angestoßene Entwicklung sei für einige Hersteller der einzige Weg, zu überleben, meint die Zeitschrift.

Diese Allianzen für die drei Zukunftsfelder gehen längst über deutsche Grenzen hinaus. So haben nicht nur Mercedes-Benz und BMW Kooperationen vereinbart, sondern auch BMW mit Fiat-Chrysler, Daimler mit Renault-Nissan und Volkswagen mit Ford. Diese beiden Hersteller wollen gemeinsam Transporter und Pick-ups entwickeln. Kosten zu sparen, ist dabei ein wichtiges Ziel. Nach Einschätzung von VW-Chef Herbert Diess sind beide Hersteller in dem Segment zu klein, um weltweit eine große Rolle spielen zu können. Doch Ford und Volkswagen denken auch über eine Allianz für Elektromobilität und autonomes Fahren nach.

Der Druck wächst auch auf andere Autohersteller, für diese Entwicklungen eine Partnerschaft mit Wettbewerbern einzugehen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung