1. Leben
  2. Mehrwert

Wer Hummeln im Garten möchte, sollte auf Dünger verzichten

Wer Hummeln im Garten möchte, sollte auf Dünger verzichten

Die Bunte Hummel leidet unter Wohnungs- und Nahrungsnot. Denn immer mehr blühende Wiesen, Weiden und bunt bewachsene Wegesränder verschwinden. Noch sei die Bunte Hummel in Deutschland weit verbreitet, erklärt der Verbraucherinformationsdienst AID.

Allerdings brauche das Tier bereits besonderen Schutz. Gerade die Nahrungssuche werde für die Insekten immer schwieriger. Gartenbesitzer sollten daher Wiesenblumen-Mischungen aus heimischen Wildpflanzen aussäen, vor allem auf Klee und den Gewöhnlichen Natternkopf stehen die Bunten Hummeln. Das Wildbienen-Kataster rät außerdem zur Aussaat von Futter-Esparsette oder Korbblütlern wie Wiesen-Flockenblume oder Nickende Distel. Auch auf Düngemittel sollten Gärtner verzichten.

Das Wildbienen-Kataster hat die "flotte Biene mit schickem Pelz" zur Wildbiene des Jahres 2016 gekürt, um auf ihren bedrohten Bestand hinzuweisen. Die auch als Waldhummel bekannte Art unterscheidet sich von anderen Hummeln durch ihren ungewöhnlich hohen Summton, erklärt das Kataster. Die Bunte Hummel trägt abwechselnd hellgelbe, orange und schwarze Steifen. Das Gesicht und die Körperseiten sind gelbgrau, das Körperende ist orange-rot. Königinnen erscheinen Anfang April und bauen Nester.