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Halbarkeitsdatum: Wann Essen in die Tonne gehört

Halbarkeitsdatum : Wann Essen in die Tonne gehört

Ist das Verbrauchsdatum überschritten, sollte man Lebensmittel nicht mehr essen.

(dpa) Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel nicht automatisch verdorben. Bei richtiger Lagerung ist es meist weiterhin zum Verzehr geeignet. Anders beim Verbrauchsdatum: Es gilt für leicht verderbliche Lebensmittel wie zum Beispiel Hackfleisch, die nach Ablauf tatsächlich mit Keimen belastet sind.

Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man sich auf seine Sinne verlassen, also riechen, schauen und schmecken, ob Lebensmittel verdorben sind oder nicht. Das rät die Zeitschrift „Apotheken-Umschau“. Auch wenn die Packung beschädigt oder etwa Obst heruntergefallen ist, muss es nicht gleich in den Müll wandern. Denn in Deutschland werden ohnehin zu viele Lebensmittel weggeworfen — 18 Millionen Tonnen pro Jahr, erklärt die Umweltorganisation WWF.

Grundsätzlich können niedrige Temperaturen verhindern, dass sich Bakterien und Schimmelpilze verbreiten. Denn im Kühlschrank entwickeln sie sich nur sehr langsam. Im Gefrierschrank wird das Wachstum oft unterbrochen. Es hilft also vorbeugend, Lebensmittel zu kühlen. Das gilt besonders bei verderblichen Waren wie Fleisch, Wurst oder Fisch. Gelingt dies nach dem Kauf nicht innerhalb von zwei bis drei Stunden, sollte man die Ware noch am selben Tag verzehren. Ist das Verbrauchsdatum überschritten, dürfen verderbliche Lebensmittel nicht mehr gegessen werden. Trotz Tiefkühlung kann beispielsweise gefrorenes Fleisch nach längerer Aufbewahrung ranzig werden. Ein unangenehmer Geruch, grünlich-gelbe Verfärbungen oder schleimartige Beläge sind Anzeichen für eine massive Bakterienbelastung.

Auch wer Schimmel entdeckt, sollte konsequent sein. Selbst wenn sich nur an einigen Stellen ein grüner oder grauer Flaum zeigt, ist meist das Lebensmittel komplett mit dem Pilz durchzogen. Die Giftstoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sind Obst oder Brot verschimmelt, gehören sie also in den Müll.

 Gelangt Feuchtigkeit in eine Packung mit getrockneten Kräutern, können diese faulen. Deshalb sollte man die Packung nicht direkt über den dampfenden Topf halten. Auch Blattsalat, vor allem vorgeschnittene Mischungen in Plastiktüten, neigen zu Fäule. Sogar die Kühlung kann den krank machenden Keimen nichts anhaben.