Tipps von Experten So fühlt sich die Katze im Zuhause richtig wohl

HANNOVER · Stubentiger benötigen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Und beim Thema Sicherheit gibt es auch einiges zu beachten.

Katzen sind süß, können aber schnell sich und die Einrichtung in Gefahr bringen.

Katzen sind süß, können aber schnell sich und die Einrichtung in Gefahr bringen.

Foto: Evrymmnt - stock.adobe.com/Agila

(rps) Nicht jede Katze ist ein echter Freigänger. Manche verbringen die meiste Zeit lieber in der Wohnung, andere leben sogar ausschließlich in den eigenen vier Wänden. Die Agila-Haustierversicherung gibt Tipps für Haltende, mit denen sich ein artgerechtes Zuhause und ein Wohlfühlort für Samtpfoten schaffen lassen.

„Zunächst müssen selbstverständlich die Grundbedürfnisse gedeckt sein“, erläutert Tierärztin Melanie Müller. Dazu gehören: ein ruhig gelegener und sauberer Futterplatz sowie ein Wasserschälchen, bestenfalls mit Trinkbrunnen, um die Trinklust des Tieres anzuregen. 

Zwei Katzenklos sollten zur Verfügung stehen

Für den anschließenden Toilettengang sollten dem Stubentiger zwei Katzenklos zur Verfügung stehen, da Katzen für ihre verschiedenen Geschäfte oft unterschiedliche Bereiche bevorzugen. Bei jedem weiteren Tier wird ein zusätzliches stilles Örtchen empfohlen. Dieses sollte nicht nur ruhig gelegen, sondern auch ausreichend groß und nicht abgedeckt sein. Denn unter einer Haube sammeln sich unangenehme Gerüche, und eine Haube erschwert den Einstieg – gerade für Samtpfoten mit Gelenkproblemen eine unnötige Herausforderung.

Weitere Basics wie frische Luft und Sonnenschein erfüllt für Wohnungskatzen ein Balkon, der mit einem Netz gesichert und zum Beispiel mit Katzengras oder anderen katzenfreundlichen Pflanzen ausgestattet ist. Wer keinen Balkon hat, kann seiner Samtpfote ein gemütliches Plätzchen am Fenster einrichten, von dem aus sie die Außenwelt beobachten kann.

Offene Fenster können Lebensgefahr für Katzen bedeuten

Das Fenster sollte jedoch geschlossen sein. Offen oder gekippt kann es für erkundungsfreudige Katzen Lebensgefahr bedeuten, da sich die Tiere einklemmen oder herabstürzen können. Beim Thema Sicherheit ist außerdem zu bedenken: Viele Zierpflanzen sind für Katzen giftig. Haltende sollten deshalb vor dem Kauf klären, welche Pflanzen ungefährlich sind.

Auch Toiletten, Kabel und Steckdosen stellen potenzielle Gefahren für Stubentiger dar. Bleibt der Toilettendeckel allerdings geschlossen und Kabel abgeklebt oder hinter Leisten versteckt, können diese Gefahrenquellen leicht gesichert werden. Doch auch die Inneneinrichtung lebt bei mangelnder Vorsicht gefährlich. Um das Lieblingssofa oder den neuen Holztisch vor Katzenkrallen zu schützen, sollten ausreichend Kratzbäume und Klettergelegenheiten als Ausweichmöglichkeiten für die Krallenpflege gegeben sein.

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Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten wichtig für Katzen

Nicht zuletzt müssen auch Wohnungskatzen in Bewegung bleiben, damit am Ende nicht ungesundes Übergewicht droht. „Damit Samtpfoten ihre schlanke Linie behalten, sollte regelmäßig spielerisch ihr natürlicher Jagdtrieb aktiviert werden, um die Tiere in Bewegung zu halten“, rät die Tierärztin. 

Für das richtige Wohlgefühl benötigen die Tiere zusätzlich ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Generell liegen die Samtpfoten gerne in einer erhöhten Position, um von dort ihre Umgebung zu beobachten. Da viele Haltende derzeit ihre Heizungen nur sparsam nutzen, bietet es sich an, diese Liegeplätze mit Decken und Kissen auszustatten, um sie für die Stubentiger besonders warm und kuschelig zu gestalten. 

Einsamkeit kann sich negativ auf Psyche der Tiere auswirken

Auch wenn die Einrichtung einer Wohnung keine Katzenwünsche offenlässt, können die Vierbeiner auf Dauer einsam werden, was sich oft negativ auf die Psyche der Tiere auswirkt. Insbesondere, wenn sie selbst viel unterwegs sind, sollten Katzenhalter daher die Möglichkeit prüfen, dem Liebling einen freundlichen Artgenossen an die Seite zu stellen.

Katzen sind anspruchsvolle Tiere. Deshalb sollte vor der Anschaffung einer Wohnungskatze ein ehrlicher Blick auf die eigenen vier Wände geworfen werden, um sicherzugehen, dass das Zuhause einen artgerechten Ort bietet, an dem sich die Samtpfote wohlfühlen kann.

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