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Tätlicher Angriff auf Kollegin: gekündigt

Tätlicher Angriff auf Kollegin: gekündigt

Greifen Mitarbeiter einen Kollegen tätlich an, kann sie das den Job kosten. Eine außerordentliche, fristlose Kündigung ist deshalb aber nicht unbedingt gerechtfertigt, hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz geurteilt (Az.: 6 Sa 22/15).In dem verhandelten Fall erhielt der Mitarbeiter eines Logistikunternehmens die Kündigung.

Er war auf dem Weg zur Arbeit mit seiner Verlobten, die gleichzeitig seine Kollegin war, in Streit geraten. Auf dem Firmenparkplatz versetzte der Mann der Frau einen so heftigen Stoß, dass sie auf die Motorhaube eines Autos fiel. Der Arbeitgeber kündigte dem Mitarbeiter daraufhin außerordentlich und hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das Arbeitsgericht hielt in erster Instanz die fristlose Kündigung für gerechtfertigt. Das Landesarbeitsgericht sah das anders. Eine außerordentliche Kündigung sei nicht verhältnismäßig gewesen, es sei dem Arbeitgeber vielmehr zuzumuten, den Mitarbeiter bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist weiterzubeschäftigen.