Sicherheit für gebunkertes Bargeld zuhause

Verbrauchertipp : Sicherheit für gebunkertes Bargeld

(np) Weil sie Strafzinsen befürchten, bunkern immer mehr Sparer ihr Bargeld lieber in einem privaten Tresor zuhause oder einem Bankschließfach. Im Schadenfall werde das Geld allerdings nicht automatisch in voller Höhe erstattet, erklärt die R+V-Versicherung.

Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank hat jeder Deutsche durchschnittlich mehr als 70 000 Euro auf der hohen Kante. Wer sein Geld daheim aufbewahrt, geht ein hohes Risiko ein. Die Hausratversicherung deckt abhängig vom Versicherungsvertrag den Diebstahl von Bargeld nur bis etwa 2000 Euro ab. Dabei ist es unerheblich, ob das Geld offen auf dem Tisch liegt oder in der Kaffeedose oder unter der Matratze versteckt ist. „Sicherer liegt Bargeld in einem hochwertigen Safe, der fest verankert ist“, sagt Rolf Dockhorn, R+V-Experte für Sachversicherungen. „Wer zusätzlich eine Einbruchmeldeanlage installiert, hat gute Chancen, dass die Versicherung die Entschädigungsgrenze deutlich erhöht.“ Wie viel bei einem Diebstahl genau erstattet wird, hängt davon ab, welche Bedingungen der Geschädigte mit der Versicherung vereinbart hat.

Doch auch in einem Bankschließfach können Sparer nicht unbedingt riesige Summen einlagern. Sie sollten ihre Bank fragen, ob Bargeld mitversichert ist und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Auch in der Hausratversicherung ist der Inhalt des Bankschließfaches in der Regel bis zu einer gewissen Summe mit abgedeckt.

Dockhorn empfiehlt Verbrauchern, die mehr Geld bunkern möchten, eine zusätzliche Absicherung: „Einige Versicherungen bieten spezielle Kundenschließfachversicherungen an, die Bargeld bis zur vereinbarten Höhe ersetzen. Sie tritt ein, wenn beispielsweise das Kreditinstitut überflutet wird oder Kriminelle die Schließfächer ausrauben.“