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Schneeschäden am Haus müssen extra versichert werden

Schneeschäden am Haus müssen extra versichert werden

Schnee und Eis können Häuser beschädigen. Es kann zu Rissen, Verformungen oder schlimmstenfalls zu einem Einsturz kommen. Für solche Schäden kommt die Elementarschadenversicherung auf. Der sogenannte Schneedruck zählt wie Sturm, Hagel, Überschwemmung, Erdbeben, Lawinen und Vulkanausbruch zu den Naturgefahren und ist deshalb ausschließlich über eine Elementarschadenversicherung versichert.Ob Schnee auf dem Dach ein Haus beschädigen kann, hängt in erste Linie von seinem Gewicht ab.

Entscheidend für das Gewicht des Schnees sind der Wassergehalt und der Grad der Vereisung. Die Schneehöhe ist also nicht ausschlaggebend. Eine zehn Zentimeter dicke Schneeschicht könne im Extremfall mehr als 100 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen, informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

Zu viel Schnee auf dem Dach steigert die Gefahr von Dachlawinen. Wird ein Passant durch eine Dachlawine verletzt, springt die private Haftpflichtversicherung des Eigentümers ein. Hat dieser sein Haus jedoch vermietet, muss er für solche Schäden eine Haus- und Grundbesitzhaftpflichtversicherung abschließen.

Beschädigt eine Dachlawine ein parkendes Auto, muss dem Hausbesitzer nachgewiesen werden, dass er seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat. Das ist ein schwieriges Unterfangen. Daher ist der geschädigte Autofahrer nur mit einer eigenen Vollkaskoversicherung auf der sicheren Seite. Zerstört die Dachlawine eine Autoscheibe, springt die Teilkaskoversicherung ein.