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Probleme mit Artgenossen

Probleme mit Artgenossen

Wer gerne verschiedene exotische Vögel halten möchte, sollte sich vorher informieren, welche Tiere miteinander harmonieren. Sonst kann es insbesondere in der Balzzeit zwischen den Vögeln Auseinandersetzungen geben.

Wie beim Menschen passt auch bei Vögeln nicht jedes Tier zum anderen. Damit es mit einer gemischten Ziervogel-Lebens- oder Wohngemeinschaft funktioniert, müssen Besitzer einige Aspekte beachten. "Grundsätzlich funktioniert eine Kombination von Arten, die aus einem Lebensraum stammen, besser als beispielsweise eine Mischung von Bewohnern der feuchten Tropen Südamerikas und der Steppenlandschaften Afrikas", erklärt Biologe und Autor Rainer Niemann. Gut verstehen sich zum Beispiel Wellensittiche, Bourkesittiche und Zebrafinken. Daneben sind auch Ziertäubchen oder Pfirsichköpfchen gute Kandidaten für eine Vogel-WG.

Bei Kanarienvögeln ist hingegen Fingerspitzengefühl gefragt - und eine möglichst große Voliere, die Platz zum Ausweichen bietet. "Denn insbesondere in der Balzzeit kann es zwischen Sittichen und Finkenvögeln, zu denen die Kanarien gehören, zu Auseinandersetzungen kommen", so Niemann. Wer dennoch Kanarien in eine bestehende Gruppe integrieren möchte, fährt laut Niemann unter Umständen mit einer Senioren-WG gut. "Ältere Vögel lassen sich meist leichter zusammenführen als jünge Tiere, auch über Artgrenzen hinweg", weiß der Experte.

Über Harmonie oder Disharmonie in der Ziervogel-Lebensgemeinschaft entscheidet neben der Auswahl der Mitbewohner vor allem eines: "Wichtig ist, dass die Voliere groß genug ist und genügend Raum zum Fliegen bietet", so Niemann.