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Ortungs-Armband für besorgte Eltern

Nicht gerade kompakt, dafür in knalligen Farben. Mit dem Armband „Kizon“ von LG sollen sich Kinder überall orten lassen. Foto: LG
Nicht gerade kompakt, dafür in knalligen Farben. Mit dem Armband „Kizon“ von LG sollen sich Kinder überall orten lassen. Foto: LG FOTO: LG
Seoul. Quietschbunt in Rosa oder Babyblau, so sieht moderne Überwachungstechnik aus Südkorea aus. Der Elektronikhersteller LG will auch in Europa sein neues Technik-Armband "Kizon" auf den Markt bringen. Mit dem kleinen etwa fünf Zentimeter großen Gerät sollen künftig europäische Eltern ihre Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter überwachen können. Florian Rech

Über WLAN und GPS sollen sich die jungen Träger des Armbandes, das über eine App mit dem Smartphone der Eltern verbunden ist, jederzeit orten lassen. Kinder könnten am meisten von diesen Technologien profitieren, weil sie am verletzlichsten sind, so LG Geschäftsführer Jong-seok Park. Mitte November wurde das Gerät aus Fernost durch den TÜV Rheinland zertifiziert.

Da das "Kizon"-Armband mit dem Mobilfunknetz verbunden ist, können Eltern und Kinder auch miteinander telefonieren. Kinder müssen dazu nur eine Taste auf ihrem bunten Armband drücken und das Gerät wählt eine voreingestellte Nummer. Nehmen die jungen Armbandträger einen eingehenden Anruf nicht innerhalb von zehn Sekunden entgegen, wir das Mikrofon des Geräts aktiviert. Eltern können dann hören, was in der Umgebung ihres Kindes vorgeht und entsprechend handeln. Auch soll das Gerät melden, wenn ein Kind einen bestimmten Bereich betritt oder verlässt. Nach der Markteinführung in Südkorea im Juli kommt das Gerät laut LG in diesem Monat auch nach Europa. Der Kaufpreis steht noch nicht fest.