Test der Verbraucherzentrale: Oft mangelnde Aufklärung bei Restschuldversicherung

Test der Verbraucherzentrale : Oft mangelnde Aufklärung bei Restschuldversicherung

() Wer eine Restschuldversicherung abgeschlossen hat, sollte eine Woche später Post bekommen. Darin muss der Versicherer laut Gesetz erneut über das Widerrufsrecht belehren und das Produktinformationsblatt aushändigen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg untersuchte die Schreiben von 24 Restschuldversicherern. Keiner dieser Briefe hat die Anforderungen des Gesetzgebers vollständig erfüllt, berichten die Hamburger Verbraucherschützer. Drei Viertel hätten leistungsbezogene oder werbliche Ausschmückungen enthalten, die vom eigentlichen Informationszweck des Schreibens ablenken könnten.

Eine zentrale Botschaft für den Verbraucher sei, dass ein Widerruf der Restschuldversicherung keine Auswirkung auf den Kreditvertrag habe. Darauf hätten aber nur 15 der 24 Anbieter hingewiesen. Nur fünf hätten den Beginn der Widerrufsfrist richtig und vollständig benannt. Für die Untersuchung waren nach Angaben der Verbraucherzentrale insgesamt 67 Versicherer angefragt worden, die Restschuldversicherungen anbieten. Sie seien dabei gebeten worden, ein Muster ihres für die Kunden bestimmten Schreibens zur Verfügung zu stellen. Allerdings hätten nur 24 Anbieter auf diese Bitte auch entsprechend reagiert, erklärte die Verbraucherzentale.

(dpa)
Mehr von Saarbrücker Zeitung