Postbank-Umfrage: Mit Wohnungseigentum zu finanzieller Sicherheit im Alter

Postbank-Umfrage : Mit Wohnungseigentum zu finanzieller Sicherheit im Alter

Die Investition in ein eigenes Haus halten viele Deutsche für die beste Altersvorsorge. Einige versprechen sich davon auch den Aufbau eines veritablen Vermögens.

Drei von vier Deutschen denken, dass der Erwerb einer Wohnimmobilie die beste Form der Absicherung fürs Alter ist. Vor allem junge Sparer zwischen 18 und 29 Jahre sind davon überzeugt (89 Prozent). Immerhin jeder Vierte ist zudem der Meinung, dass sich mit Wohneigentum ein Vermögen von einer halben Million Euro aufbauen lässt. Das hat eine repräsentative Kantar-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank ergeben.

Die Ostdeutschen hoffen weniger auf einen Vermögensaufbau durch Wohneigentum (19 Prozent) als auf einen Lottogewinn (33 Prozent). Im Westen ist es umgekehrt: 27 Prozent denken hier, dass sie durch einen Hauskauf Vermögen aufbauen können, während nur jeder Fünfte auf einen Lottojackpot hofft. Finanzberater Jörg Koschate von der Postbank sagt, das liege daran, dass in den ostdeutschen Regionen Immobilien zunehmend an Wert verlieren.

Knapp neuen Prozent aller Deutschen hoffen auf eine Erbschaft. Sieben Prozent denken, dass sich durch Arbeit ein Vermögen von 500 000 Euro aufbauen lässt. Ebenso viele setzen auf Fonds- und Aktienanlagen.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen laut Postbank, dass Immobilienbesitzer im Laufe ihres Lebens ein siebenmal höheres Vermögen aufbauen als Mieter. Das durchschnittliche Nettogesamtvermögen in Mieterhaushalten liege bei 45 900 Euro, das von Eigentümern bei 331 500 Euro. Das liegt nicht nur am doppelt so hohen Einkommen der Immobilienbesitzer. Eigentümer und Mieter unterschieden sich auch in ihrem Anlageverhalten, sagt Finanzberater Jörg Koschate von der Postbank.

Während Immobilienbesitzer häufiger in Fondsanteile und Aktien investieren (34 Prozent) als Mieter (28 Prozent) und Geld in einen Bausparvertrag einzahlen (Eigentümer: 30 Prozent, Mieter: 20 Prozent), haben Mieter ihre Ersparnisse häufiger auf dem Girokonto liegen (Mieter: 52 Prozent, Eigentümer: 44 Prozent) oder verwahren es zu Hause (Mieter: 22 Prozent, Eigentümer: 14 Prozent). „Wohneigentümer legen ihr Geld gewinnbringender an als Mieter“, erklärt Jörg Koschate. Eigentümer sparten zudem oft nachhaltiger als Mieter: 48 Prozent von ihnen legen Geld für die Modernisierung oder Renovierung von Haus oder Eigentumswohnung zurück, während Mieter in erster Linie für unvorhergesehene Ausgaben sparen (61 Prozent). „Durch Investitionen in die eigene Immobilie schaffen Eigentümer bleibende Werte“, erklärt Koschate.