Mieter muss Schäden durch sein Haustier begleichen

Mietrecht : Mieter muss Schäden durch sein Haustier begleichen

(dpa) Wenn der Hund des Mieters die Tapete zerfetzt oder die Katze den Handlauf im Treppenhaus zerkratzt oder auf den Boden pinkelt, muss der Mieter für den Schaden aufkommen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

Zwar ist der Vermieter verpflichtet, die Tapete, den Handlauf oder den Bodenbelag zu erneuern, sobald diese durch normalen Gebrauch abgenutzt sind. Kratz- und Bissspuren oder Verunreinigungen durch Urin muss er jedoch nicht beseitigen. Das zeigen zum Beispiel Urteile des Landgerichts Koblenz (Az.: 6 S 45/14), des Amtsgerichts Schöneberg (Az.: 9 C 308/09) und des Amtsgerichts Bremen (Az.: 19 C 479/13).

Auch die Tierhalter- oder Privathaftplichtversicherung springt für Schäden, die in Kauf genommen wurden, zum Beispiel wenn das Haustier nicht rechtzeitig rausgelassen oder zu lange alleingelassen wurde, nicht ein.